Olten
Provi-8-Betriebsleiter Heumann: «Arbeiten jetzt schon unter reduziertem Betrieb»

Der Betriebsleiter des Jugendkulturhauses Provisorium 8 in Olten, Jens Heumann, sieht die Situation nach dem Auslaufen des Vertrags mit der Stadt kritisch. Vor allem, wenn die Stadt Olten nächstes Jahr den Betrieb weiter reduzieren will.

Fabian Muster
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Betriebsleiter Jens Heumann und sein Team sollen von der Stadt ab Januar 2017 befristet angestellt werden.

Betriebsleiter Jens Heumann und sein Team sollen von der Stadt ab Januar 2017 befristet angestellt werden.

Bruno Kissling

Nun meldet sich auch Provi-8-Betriebsleiter Jens Heumann zu Wort, der seit diesem März im Amt ist. Er sei mit seinem Team derzeit noch in der Aufbauphase und bereit gewesen, für das neue Konzept bei der Budgetparlamentssitzung zu kämpfen, auf dessen Grundlage die aktuelle Leistungsvereinbarung beruht. Dass sich nun der Trägerverein zu keiner Leistungsvereinbarung mehr durchringen konnte, kann er den Umständen entsprechend verstehen, aber er sei vorgängig vom Vorstand nicht konsultiert worden. Das bestätigt Vereinspräsidentin Nina Müller.

Zudem sehe er es skeptisch, wenn nun ab nächstem Jahr unter den Fittichen der Stadt der Betrieb weiter reduziert werden soll. «Wir arbeiten jetzt schon unter reduziertem Betrieb», sagt Heumann. 150 Stellenprozenten stehen dem Provi 8 derzeit zur Verfügung, laut der Kontaktstelle für Jugendvereinigungen Okaj in Zürich sollten Olten aber mindestens 350 Prozente zur Verfügung stehen, damit die Jugendarbeit auch auf der Strasse stattfinden könnte. Derzeit müssen alle ins Provi 8 kommen. «Ich wundere mich manchmal, wie gut das hier funktioniert.» Nun hofft er, in der Pilotgruppe des Projekts Kinder-, Jugend- und Familienförderung zusammen mit der Stadt ein gutes Nachfolgekonzept ausarbeiten zu können.