Beim Bahnhof Gänsbrunnen hing im Oktober ein Transparent, da stand drauf: «Wir sind ein Natur- und kein Asylpark!» Diese Protestaktion richtete sich zwar konkret gegen Plan, im Gasthof St. Joseph und dem Mühlehof Gänsbrunnen ein Asylzentrum einzurichten. Was denn auch nach den Verhandlungen von Gemeinderat und Kanton nicht geschah.

Aedermannsdorf und Laupersdorf

Der Protest liess sich aber fürs ganze Thal ableiten. In keinem anderen Bezirk des Kantons wurde im zu Ende gehenden Jahr dermassen intensiv nach Asylunterkünften gesucht. Los gegangen ist es Anfang Januar in Aedermannsdorf. Im Dorf war bekannt geworden, dass im ehemaligen Gasthof Eisenhammer 30 bis 40 asylsuchende Personen untergebracht werden könnten. Der Protest kam postwendend, kurz und heftig. Das Vorhaben wurde schliesslich fallen gelassen. Viel heftiger und länger dagegen dauerte in Laupersdorf der Kampf um das geplante Asylzentrum auf dem Hellchöpfli.

Dieses liegt zwar auf Boden der bernischen Gemeinde Rumisberg, doch die Zufahrtsstrasse gehört der Bürgergemeinde Laupersdorf und diese hätte die Nutzungsbewilligung erteilen müssen. Was der Bürgerrat auch tun wollte, doch sein Antrag wurde mit grossem Mehr abgelehnt an der Bürgergemeindeversammlung vom 2. April.

Diese war nicht nur ausserordentlich anberaumt worden, sondern verlief auch so, nämlich begleitet von sehr heftigen Emotionen. Namentlich Bürgergemeindepräsident Edgar Kupper und Regierungsrat Peter Gomm bekamen eine geballte Ladung Unmut über das Vorhaben zu spüren.

Während die Suchaktion im Thal abgeschlossen ist und die Projekte vom Tisch sind, ist im Gäu beziehungsweise in Egerkingen das Seilziehen um ein Asylzentrum in der Fridau noch voll im Gang.