Olten

Projekt-Initiantin zieht sich zurück – das Ballsport-Center ist vorläufig vom Tisch

Das Ballsport-Center kommt nicht nach Olten.

Das Ballsport-Center kommt nicht nach Olten.

Die W. Thommen AG zieht sich aus dem Projekt im Kleinholz zurück. So wird es in Olten wohl nichts aus dem nationalen Leistungssportzentrum.

Es ist so etwas wie ein Paukenschlag: Das Ballsport-Center im Oltner Kleinholz ist zumindest für den Moment vom Tisch. Die Initiantin des Projekts, die W. Thommen AG, hat sich aus dem Vorhaben zurückgezogen, wie sie am Freitag in einer Medienmitteilung verlauten liess.

Grund dafür: offenbar unüberwindbare Differenzen mit Bauverwaltung und Baukommission, nachdem mit dem Oltner Stadtrat in konstruktiven Gesprächen eine Baurechtsvereinbarung ausgehandelt wurde.

Differenzen werden bestätigt

Baukommissionspräsident Beat Moser erklärt auf Anfrage, auch die Bauverwaltung und die Baukommission hätten dem Vorhaben gerne zum Durchbruch verholfen. Die von der Bauherrschaft geplante Gebäudehöhe hätte jedoch die gemäss Bauzone zugelassene deutlich überschritten und somit gegen das Baugesetz verstossen. Für eine Ausnahmebewilligung wäre daher ein Gestaltungsplanverfahren oder ein qualitätssicherndes Verfahren wie ein Wettbewerb oder ein Studienauftrag an mehrere Architekturbüros erforderlich gewesen, um ein Präjudiz zu verhindern.»

Die Durchführung eines Wettbewerbs jedoch hätte mindestens zu einer Projektverzögerung von einem Jahr geführt, so Thommen. Für den Unternehmer war dies zu viel, denn im laufenden Jahr hätte das Ballsport-Center als Projekt des nationalen Sportanlagenkonzeptes beim Bundesamt für Sport eingereicht werden sollen. «In den letzten Monaten erfuhren wir starken Zuspruch zu unserem Projekt», fährt Thommen fort. Mit SwissHockey, dem Schweizerischen Landhockeyverband, sei ein starker strategischer Partner gefunden worden.

So wird es in Olten wohl nichts aus dem nationalen Leistungssportzentrum, an welchem auch Sportverbände jenseits von SwissHockey mitgewirkt hätten. Gemäss Thommen wäre eine Vereinbarung mit Fussball-Camps unterschriftsreif vorgelegen. Die hätten eine Auslastung der Infrastruktur von 40 Prozent garantiert, wie aus der Medienmitteilung zu entnehmen ist. Für Thommen ist bei aller Enttäuschung das Thema allerdings noch nicht ganz vom Tisch: «Wie und wo es mit dem Projekt Ballsport-Center weitergehen wird, ist zurzeit ungewiss. Doch wir wollen nicht ausschliessen, dass es an einem alternativen Standort realisiert werden kann.» Für die Initianten kommt auch eine Gemeinde in Oltens Umgebung in Frage.

Im Dezember 2018 hatten die Initianten des Ballsport-Centers Olten ihre Pläne vorgestellt. Geplant war neben dem Ballsport-Center eine Aussenspielfläche sowie ein Hostel für rund 33 Mio. Franken.

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