Jahresrechnung

Pro-Kopf-Vermögen in Rickenbach um satte 650 Franken gesteigert

Die 10. Sitzung des Rickenbacher Gemeinderates stand ganz im Zeichen diverser Jahresrechnungen.

Die 10. Sitzung des Rickenbacher Gemeinderates stand ganz im Zeichen diverser Jahresrechnungen.

Rickenbachs Rechnung schliesst wider Erwarten mit einem Ertragsüberschuss von 373'155 Franken ab.

Die 10. Sitzung des Rickenbacher Gemeinderates stand ganz im Zeichen diverser Jahresrechnungen. Ohne Opposition verabschiedete der Rat die Rechnung der RFU Regionalfeuerwehr Untergäu zuhanden der Gemeindeversammlung. Der Rickenbacher Anteil für die Feuerwehr betrugt rund 56'000 Franken, die vollständig – ohne Steuergelder – über die Feuerwehrpflicht-Ersatzabgaben finanziert werden konnten.

Auch die Jahresrechnung der SRU Sozialregion Untergäu verabschiedete der Gemeinderat einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung. Die SRU-Gesamtrechnung schloss mit 21'700'000 Franken leicht unter Budget ab. Dennoch war der Gemeindebeitrag Rickenbachs mit 918000 Franken um 35000 Franken höher als veranschlagt. Die Kosten der sozialen Wohlfahrt werden nämlich pro Kopf auf die sieben angeschlossenen Gemeinden verteilt. Die Rickenbacher Bevölkerung ist 2019 wiederum um 5 Prozent gewachsen. Dies wirkte sich direkt auf den Beitrag an die SRU aus.

Kein Defizit, sondern ein schöner Gewinn

Zuhanden der Revision verabschiedete der Rat auch die Gemeinderechnung. Im vergangenen Jahr tätigte Rickenbach Ausgaben von 5'805'814 Franken und erhielt Einnahmen von 6'178'969 Franken. Somit resultiert ein erfreulicher Gewinn von 373'155 Franken; budgetiert dagegen war ein Verlust von 399'000 Franken. Durch die hervorragende Budgetdisziplin der verantwortlichen Behördenmitglieder schlossen praktisch sämtliche Finanzbereiche unter den veranschlagten Kosten ab. «Hinzu kam eine stattliche Steuereinnahme aus den Vorjahren», hält die Medienmitteilung fest. Auch die Spezialfinanzierungen Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung sowie Abfallbeseitigung weisen alle einen Gewinn aus. Diese müssen vollständig über Gebühren finanziert werden und dürfen nicht mit Steuergeldern subventioniert werden.

Aufgrund des guten Ergebnisses erhöhte der Gemeinderat die bestehende finanzpolitische Reserve von 200'000 auf 400'000 Franken. Diese kann in Zeiten magerer Steuereinnahmen aktiviert werden. Auch das Eigenkapital erhöhte sich auf rund 3,20 Mio. Franken. Das Nettovermögen pro Einwohner wuchs um 650 auf 2500 Franken gegenüber dem Vorjahr.

Zum Schluss der Sitzung verschob der Gemeinderat coronabedingt die Rickenbacher Gemeindeversammlung. Sie war Ende Juni geplant. Neu findet sie am 31. August 2020 um 20 Uhr statt. (mgt/otr)

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