143 Diplomandinnen und Diplomanden der Berufsmaturität des BBZ Olten trafen sich am Donnerstagabend zur dritten gemeinsamen Diplomfeier aller Ausrichtungen im Trimbacher Mühlemattsaal. Vor restlos gefüllten Rängen durften die Absolventinnen und Absolventen ihre Fachhochschulreife bei sommerlichen Temperaturen entgegennehmen.

Wie lange dauert der längste Tag? Die Begrüssung von Direktor Georg Berger, des BBZ Olten brachte die Gäste bei diesen hohen Temperaturen zum Schmunzeln. Zwei Antworten einer Umfrage von Radio Basilisk am 21. Juni lagen – unglaublich, aber wahr – bei 28 oder 32 Stunden. Dies zeige deutlich, dass es Schulen brauche, die den Irrtum mit Wissen ersetzen können. Eva Eggenberger, die abtretende Leiterin der Berufsmaturität, habe genau das während der letzten 15 Jahre in ihrer Abteilung sichergestellt. Für tausende Maturandinnen und Maturanden war sie in dieser Zeit Anlaufstelle und hat die Qualität der Bildung immer hochgehalten. Das zeichne sie besonders aus, wie Georg Berger betonte.

Forschung und Praxis im Alltag

Der Festredner Daniel Degen, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Berufsbildung an der Pädagogischen Hochschule Luzern, legte den Grundstein für seinen Werdegang an der Kaufmännischen Berufsfachschule Olten, an der er die Berufsmaturität absolvierte. Er hatte genau da begonnen, wo die Diplomandinnen und Diplomanden heute stehen, und verbindet in seinem Alltag Theorie und Praxis permanent. In seiner Rede blickte er auf mögliche Karrierewege, welche den Absolventen bis in zehn Jahren offen stehen könnten. Den Beruf des Digitalen Bestatters gäbe es schon, aber vielleicht werde es auch Weltraumreiseführerinnen und -führer oder Beam Flight Attendants brauchen. Doch zuerst sollten die Erfolgreichen einen Moment innehalten und geniessen. Zum erlangten Diplom gratulierte er herzlich und bat, auch das nahe Umfeld nicht zu vergessen, das nötig sei, um einen solch wichtigen Schritt in der eigenen Karriere zu machen.

Eva Eggenberger und Werner Jordi, Leitung Berufsmatur des BBZ Olten, durften nach den Worten des Grusses das Herzstück der Diplomfeier moderieren. Die 143 erfolgreichen Kandidatinnen und Kandidaten hätten viele Herausforderungen gemeistert, denn es wurden weit mehr als 1300 Prüfungen abgelegt. In Gruppen gestaffelt durften nun die Klassen auf die Bühne, um die verdienten Diplome und Spezialpreise in Empfang zu nehmen. Ihnen allen stehe nun das Privileg und die Chance offen, an der Fachhochschule ein Studium in Angriff zu nehmen.

Shanky Wyser am Piano und Manu Hartmann, Blues- und Jazzsängerin, übten gemeinsam mit dem Berufsmatur-ad-hoc-Chor nur an einem Abend. Das aufgeführte Resultat sprach nicht nur für den Elan der Mitwirkenden, sondern auch für die Chorleiterin Manu Hartmann, die gegenwärtig mit ihrer Bluesband international Karriere macht. Der Abschluss gehörte der Verabschiedung von Eva Eggenberger durch Werner Jordi, der ihr eines der berühmten blauen BBZ-Klappstühlchen mit auf den Weg gab.

Es konnten viele Spezialpreise und Auszeichnungen für besondere Leistungen vergeben werden. Ohne die vielen namhaften Sponsoren und Gönner wäre eine solch stimmungsvolle Diplomfeier zudem nicht möglich gewesen.