Olten
Postulat fordert besseren Zugang zur Aare – Pontoniere müssten weichen

Ein Postulat der Fraktion SP/Junge SP Region Olten mit Erstunterzeichner Luc Nünlist fordert öffentlichen Zugang zum Aareufer, um zu verweilen und die Füsse baumeln lassen zu können.

Sarah Kunz
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Die Boote des Pontoniervereins belegen den Zugang zum Aareufer.

Die Boote des Pontoniervereins belegen den Zugang zum Aareufer.

Remo Fröhlicher

«Mehr öffentlicher Zugang zum Aareufer», fordert ein Postulat der SP/Junge SP Region Olten. Erstunterzeichner Luc Nünlist beauftragt den Stadtrat, den Aarezugang für die Allgemeinheit im Raum Pontonierhaus zu prüfen. Dieser sei laut Nünlist durch Boote verbarrikadiert, die dem Pontonierverein gehören, welcher den Anlegesteg seit 130 Jahren zum Training nutzt.

Luc Nünlist (27)

Luc Nünlist (27)

zvg

Nünlist stellt sich vor, dass die Boote hie und da weggeräumt werden sollten, um das Aareufer auf der Höhe des Pontonierhauses attraktiver zu gestalten. «Das Ufer soll zum Verweilen und Füsse baumeln lassen einladen, so wie etwa das Rheinufer in Basel», schlägt Nünlist vor. «Aber Olten ist halt nicht Basel.» Es wäre aber einfach, die Zugänge attraktiver zu gestalten, meint Nünlist weiter. Sitzbänke und Abfallkörbe könnten das Ufer einladender machen und zudem präventiv der Vermüllung entgegenwirken.

Littering stellt für Peter Strub, Präsident des Pontoniervereins Olten, ebenfalls ein Problem dar. «Wo öffentliche Räume sind, braucht es Kontrollen und Putzeinsätze», stellt er fest. Die Pontoniere müssen jeweils vor den Trainings Müll aus den Booten räumen, da unter anderem viele Badigäste auf dem Mäuerchen beim Aareufer unterhalb des Pontonierhauses verweilen. Auch abends hätte es vermehrt Gruppen. Diese würden ihren Abfall nicht immer wegräumen. «Jeder darf hier kommen und gehen wie er will», meint Strub etwas überrascht zum Vorstoss. Einzig, wenn der Verein die Boote zum Training braucht, würden andere weggeschickt. Ausserdem sei das Betreten der Boote sowieso verboten. Der Pontonierverein verbiete aber niemandem den Zugang zur Aare.

Der Wassersportverein hat zudem eine Bewilligung der Stadt für die Boote, welche jeweils von März bis September im Wasser sind. «Unsere Schiffe nehmen nicht jeden Quadratmeter des Ufers ein», bemerkt Strub. Diese während der Saison wegzuräumen sei deshalb für den Verein keine Option. Strub ist aber zuversichtlich, dass das Aareufer mit der geplanten Sanierung noch schöner und grüner wird, was den öffentlichen Raum beim Pontonierhaus attraktiver machen wird.

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