Olten

Populär oder nicht populär? — Besucherzahlen des Kunstmuseums sind gestiegen

Besuchende der IPFO hieven die Besucherzahlen im Kunstmuseum in die Höhe.

Besuchende der IPFO hieven die Besucherzahlen im Kunstmuseum in die Höhe.

Das Kunstmuseum Olten meldet steigende Besucherzahlen über die letzten gut 10 Jahre. Die deutliche Steigung verlangt nach Erklärungen.

Wie lässt sich die allfällige Popularität einer Institution feststellen? Womöglich mit Besucherzahlen. Und weil heute Abend in Oltner Gemeindeparlament über den Umzug des aktuellen Kunstmuseums (Kirchgasse 8) in die Räumlichkeiten des einstigen Naturmuseums (Kirchgasse 10) samt vorgesehenem Anbau debattiert wird und der Wert des Kunstmuseums grundsätzlich immer wieder mal in Frage gestellt wird, sei aus der Botschaft an das Parlament zitiert: Die Zahl der Besuchenden hat sich in den letzten 10, 12 Jahren fast verdoppelt. Noch im Jahr 2009 zählte das Kunstmuseum gut 5'500 Besuche, im letzten Jahr aber 10'200.

Die markant Steigerung verlangt nach Erklärungen: Stadtpräsident Martin Wey meint: «Besonders augenfällige Zunahmen haben sich im Zusammenhang mit der IPFO, der internationalen Fotoausstellung Olten ergeben.» In den beiden Durchführungsjahren lag die Besucherzahl deutlich im fünfstelligen Bereich, auch wenn längst nicht alle Besuchenden einen Eintritt lösten. Der Einnahmeunterschied zwischen den Jahren 2015 (8'530 Eintritte) und 2019 (10'236 Eintritte) beträgt gerade mal gut 1'000 Franken. «Mitgezählt etwa wurden auch jene Personen, die im Rahmen der IPFO die spezifischen Ausstellungen im Kunstmuseum besuchten», so Wey, «aber nicht grundsätzlich die IPFO-Besuchenden.» Bei der Erhebung der Statistik würde auch kein Unterschied zwischen Zahlenden und Nichtzahlenden gemacht, gibt Wey zu verstehen.

Erstaunlich, dass sich Erträge aus Eintritten und Dienstleistungen in den Jahren 2009 bis 2019 verzehnfachten. Wirft man einen Blick in die Verwaltungsberichte, lässt sich festhalten: 2019 resultierten gut 36'000 Franken daraus, im Jahr 2009 lediglich 3'600 Franken.

Künftig rechnet der Stadtrat noch mit steigenden Besucherzahlen. «Es ist anzunehmen, dass sich die Zahl der Besuchenden zwischen 10'000 und 13'000 stabilisieren wird.»

Autor

urs huber

urs huber

Meistgesehen

Artboard 1