Die Mitglieder des Sportfischereivereins Fulenbach müssen ohne ihr geliebtes Klubhaus klarkommen. Sie wollten ihre direkt an der Aare gelegene Fischerhütte, die im Februar 2011 komplett niedergebrannt war, wieder aufbauen. Daraus wird nun aber nichts, denn Vereinspräsident Heinz Jäggi ist mit seiner Beschwerde abgeblitzt: Das Verwaltungsgericht um Präsident Beat Stöckli, Oberrichter Beat Frey, Ersatzrichter Daniel Vögeli und Gerichtsschreiberin Barbara Kaufmann wies die Beschwerde des Sportfischereivereins ab und bestätigte damit das vorinstanzliche Urteil des Solothurner Bau- und Justizdepartements, wonach für den geplanten Wiederaufbau der Hütte keine Baubewilligung erteilt werden kann.

Das Solothurner Verwaltungsgericht bestätigt in seinem Urteil auch den von der Vorinstanz angeordneten Rückbau nicht bewilligter Anlagen auf dem lauschigen Plätzchen, auf dem die Fischerhütte hätte zu stehen kommen sollen.

Bis zum 31. März 2013 hat der Sportfischereiverein nun Zeit, besagte Anlagen – dazu gehören Sitzplätze mit Tischen, ein Cheminée, Holzstapel, Eisenbahnschwellen, Blocksteinmauer sowie Anschlüsse an Strom, Wasser und Kanalisation – zu beseitigen.

«Unzutreffende Behauptung»

Das Argument der Beschwerdeführer, die Fischerhütte sei standortgebunden, wird im verwaltungsgerichtlichen Urteil als «unzutreffende Behauptung» bezeichnet. «Das Klubhaus dient dem geselligen Beisammensein und nicht der Fischerei selbst», heisst es weiter. Damit fehle der geplanten Fischerhütte die Zonenkonformität.

Überdies hält das Verwaltungsgericht in seinem Entscheid vom
14. Dezember fest, «dass die ursprüngliche reine Fischerhütte in den letzten Jahren offenbar eine faktische Zweckänderung erfahren habe». Denn das Interesse des Sportfischereivereins sei hauptsächlich beim alljährlichen Fischessen gelegen, was ein grosse Anzahl Besucher mit sich brachte. «Es besteht kein Kanalisationsanschluss. Die Auswirkungen auf Raum und Umwelt, insbesondere direkt an der Aare in der Uferschutzzone, sind daher auch aus diesem Grund erheblich.»

Fischerhütte nie rechtmässig

Das Verwaltungsgericht begründet zudem, weshalb die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nicht erfüllt sind: Weder bei der Baubehörde noch durch den Beschwerdeführer könne auf eine Baubewilligung zurückgegriffen werden. Die Fischerhütte wäre allerdings auch im Erstellungsjahr 1962 bewilligungspflichtig gewesen. «Die Fischerhütte ist damit nicht rechtmässig erstellt worden.»