Gemeinderat Hägendorf

Parkplätze am Bahnhof als steter Unruheherd – Kindergarten und EDV brauchen Unterstützung

Die Parkplätze am Bahnhof Hägendorf sorgten für Diskussionen.

Die Parkplätze am Bahnhof Hägendorf sorgten für Diskussionen.

Hägendorfs Gemeinderat befasste sich Ende Juni mit dem Gebiet Bahnhof SBB. Die Gangart zu Recht und Ordnung wird nun konsequenter. Auch die Datenverarbeitung und der Kindergarten gaben zu reden.

Die Ausführungen von Gemeindepräsident Andreas Heller an der letzten Gemeindeversammlung von Mitte Juni zur Parkplatzsituation am Bahnhof Hägendorf wurden zwischenzeitlich geprüft und vom Gemeinderat behandelt. Wie ausgeführt gehören die senkrecht zu den Gleisen gezeichneten Parkplätze östlich des Bahnhofes der SBB. Die längs zu den Gleisen gezeichneten Parkplätze entlang der Häuser (Blickrichtung von Westen nach Osten links nach dem Bahnhofgebäude) gehören der Gemeinde.

Seit besagter Gemeindeversammlung haben einige Personen der Gemeinde (Walter Müller, Stefan Flückiger, Andreas Heller) die Situation unabhängig voneinander beobachtet. Es wurde festgestellt, dass ein einzelnes Fahrzeug, welches am 17. Juni 2020 um 07.00 Uhr auf den Gemeindeparkplätzen stand, auch um 19 Uhr noch da war. Dieses Auto steht sehr oft da. Von einem Dauerparkieren könne aber nicht die Rede sein, so der Gemeinderat. Trotzdem wird der Fahrzeughalter angeschrieben und um eine Anpassung seines Verhaltens gebeten. Weiter konnte generell festgehalten werden: Es gibt einige Fahrzeughalter, die den Platz sehr häufig nutzen. Dies aber im aktuell zulässigen Rahmen.

Der Gemeinderat hat rund um den Bahnhof folgende, der Ordnung dienende Massnahmen eingeleitet: das Festhalten an Kontrollen, den kontinuierlichen Informationsfluss hin zur Polizei, Parkplatzkontrolle mit allfälligen Bussen, das Anschreiben «fehlbarer» Nutzer. Im Bedarfsfall, so kommt der Gemeinderat zum Schluss, könnte auch die Prüfung der Bewirtschaftungsart der Parkplätze anstehen.

Die Datenverarbeitung ist veraltet

Die aktuelle EDV-Lösung der Gemeinde ist nach 20 Jahren trotz Anpassungen in die Jahre gekommen. Schon vor einiger Zeit haben sich einige Gemeinden im Untergäu, welche dieselbe Software haben, gemeinsam nach einer neuen Lösung umgeschaut und eine Submission gestartet, bei der schliesslich zwei Anbieter in die Endausscheidung kamen. Das Ergebnis der Submission samt Preis und Evaluation durch die Mitarbeitenden sieht das Angebot der Firma Dialog vorne. Dies ist auch bei andern Gemeinden im Untergäu der Fall, was Synergiepotenzial mit sich bringt. Aufgrund dieser Ergebnisse hat der Verwaltungsleiter dem Gemeinderat Antrag gestellt, das Angebot der Firma Dialog, welches im Einführungsjahr rund 200'000 Franken und dann jährlich rund 96'000 Franken kostet, gutzuheissen und die Beschaffung der nächsten Gemeindeversammlung zum Entscheid vorzulegen. Auf die neue Lösung umgestellt würde die Verwaltung nach einer Vorbereitung voraussichtlich in 12 bis 18 Monaten.

Fehlende Deutschkenntnisse im Kindergarten

Der Besuchstag, an dem sich die neuen Kindergartenkinder und die Lehrpersonen kennen lernen konnten, hat gezeigt, dass im Kindergarten Bach der Betreuungsaufwand sehr hoch wird. Primärer Grund sind fehlende Deutschkenntnisse bei einem grossen Teil der neueintretenden Kinder. Mit der Unterstützung der Schulhilfe kann in kleineren Gruppen intensiv mit den Kindern gearbeitet werden. Die Schule beantragt deshalb 15 Stunden Schulhilfe pro Woche für den Kindergarten Bach. Die Stunden werden über den Lektionenpool der schulischen Heilpädagogik finanziert. Der Gemeinderat unterstützt das Ansinnen von Schulleitung und Lehrpersonen und hat dem Antrag zugestimmt. Das Budget der Gemeinde wird dadurch nicht zusätzlich belastet. Das Pensum der Schulhilfe wird öffentlich ausgeschrieben.

Die Baustellensituation im Dorfkern ändert sich regelmässig. Die Sicherheit, auch die des Langsamverkehrs, ist wöchentlich ein Thema an Baustellensitzungen, an denen auch die Gemeinde vertreten ist. Zu Beginn des neuen Schuljahres wird für die Querung der Kantonsstrasse ein Lotsendienst während drei Wochen eingesetzt. Die Eltern sind gebeten, das Verhalten auf der Strasse, insbesondere im Baustellenbereich, mit den Kindern zu trainieren. (mgt)

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