Olten
Parkiert und dann vergessen? Weshalb dieser Dodge seit Dezember auf einem öffentlichen Parkplatz steht

Seit Mitte Dezember steht in Olten ein Dodge Nitro auf einem öffentlichen Parkplatz an der Ringstrasse. Was hat es auf sich mit dem Fahrzeug?

Urs Huber
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Bruno Kissling

Seine Geschichte – irgendwie unwirklich. Aber: Das dunkelfarbene Auto der Marke Dodge Nitro hat wenigstens eine. Seit Mitte Dezember letzten Jahres steht das Ding nämlich ohne Kontrollschilder auf einem öffentlichen und damit gebührenpflichtigen Parkplatz an der Ringstrasse.

Seine Geschichte geht so: Dessen Lenker war im vergangenen Monat einer Polizeipatrouille aufgefallen. Nicht zu Unrecht, wie sich zeigen sollte. Gleich mehrfach musste sich der Lenker Zuwiderhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz vorhalten lassen, wie die Medienstelle der Polizei auf Anfrage erklärt.

Unter anderem etwa war die fehlbare Person mit Kontrollschildern unterwegs, auf die das Fahrzeug gar nicht zugelassen war. Auch war der Lenker «nicht befragungsfähig», wie sich die Polizei ausdrückt. Das bedeutete: Die Fahrt des Nitro war zu Ende, die Kontrollschilder wurden entfernt und der Dodge nach Abklärungen der Polizei auf einem privaten Parkplatz an der Ringstrasse kurzfristig abgestellt. Der Lenker gab zu Protokoll, er würde das Fahrzeug dann umgehend holen lassen.

 Das Auto trägt kein Nummernschild und steht seit Mitte Dezember am Strassenrand.

Das Auto trägt kein Nummernschild und steht seit Mitte Dezember am Strassenrand.

Bruno Kissling

Wagen wurde umparkiert

Aber, es geschah nichts. Der Wagen jedoch wurde bewegt; und zwar so quasi auf die andere Strassenseite. Seither steht er dort. Wie der Fetzen des polizeilichen Absperrbandes an den Aussenspiegel kam, ist ebenso ein Rätsel wie die Frage, wer das Auto umparkiert hat. «Vielleicht diente das Band als Markierung für den Abholdienst», mutmasst Bruno Gribi von der Medienstelle der Kantonspolizei.

Nun aber scheinen die Tage des wilden Parkierens vorbei. Nachdem der Halter des Fahrzeugs nicht zu erreichen und sein einstiges Abholversprechen unglaubwürdig geworden ist, läuft ein Verfahren bei der Staatsanwaltschaft, das Fahrzeug in die Asservatenkammer der Polizei zu überführen. «Das wird mit grösster Wahrscheinlichkeit in den nächsten Tagen auch geschehen», so Gribi. Dann wird alles geklärt werden und die Geschichte des dunkelfarbenen Dodge auch schon bald wieder vergessen sein.

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