Noch bis 3. Oktober gilt die öffentliche Auflage des Erschliessungsplans für die Solothurnerstrasse (Abschnitt Kalkofenweg bis Hombergstrasse) hinsichtlich ihrer Umgestaltung sowie die Strassensanierung.

Im Wesentlichen stehen die Bauvorhaben im Zeichen der flankierenden Massnahmen, welche im Zuge der Entlastung Region Olten (ERO) ins Auge gefasst wurden und nun zwischen Frühling 2018 und Herbst 2019 umgesetzt werden. Kostenpunkt: rund 4,8 Mio. Franken.

Augenfälliges

Drei markante Veränderungen jenseits des eigentlichen Strassenbilds prägen das Vorhaben. Zum ersten verschwindet eine charakteristische Baute als Zeuge ihrer Zeit, nämlich die Überdachungskonstruktion der einstigen Tankstelle an der Solothurnerstrasse 306 in Olten, und zum Zweiten die (zu) selten genutzte und nicht mehr den heutigen Normen und Richtlinien genügende Personenunterführung auf der Höhe der Bethlehem-Kapelle (Wangen). Sie wird gemäss Projektbeschrieb aufgefüllt, da die Kosten einer Neugestaltung im argen Missverhältnis zur Nutzungsfrequenz gestanden hätte.

Und zum Dritten werden alle Haltestellen auf der rund 920 m langen Strecke der Dorf- beziehungsweise Solothurnerstrasse zwischen der Hinterbüelstrasse in Wangen und der Hombergstrasse in Olten wieder als Buchten gestaltet. Die auf der Strasse anhaltenden Busse stiessen in der Versuchsphase auf sehr wenig Verständnis bei den übrigen Verkehrsteilnehmern.

Auch verschwindet der Busstreifen: Studien und Beobachtungen haben gezeigt, dass bei der mittlerweile festgestellten generellen Verkehrsreduktion von 50 Prozent die Busse auch ohne separate Spur fahrplanmässig verkehren können.

Und schliesslich kommen auch die bislang noch vorhandenen Fahrbahnpfosten weg, welche die Strasse optisch enger erscheinen liessen und in Wangen mehr als nur ein lautloses Kopfschütteln auslösten.

Fahrbahn: mindestens 3 Meter

Für die künftige Strassenraumgestaltung ist mit Ausnahme von rund 17 Quadratmetern keinerlei Landerwerb notwendig. Die eigentliche Fahrbahnbreite beträgt jeweils in beiden Fahrtrichtungen mindestens 3, stellenweise 3,5 m.

Richtung Wangen führt ein durchgehender Radstreifen, in der Gegenrichtung ein Radstreifen oder eine Kombination aus Rad- und Fussweg. Diese Kombination scheint aus planerischer Sicht insofern wenig problematisch, als dass sich in diesem Abschnitt relativ wenig Fussgänger bewegen.

Auch Mehrzweckstreifen finden auf diesem rund 920 m langen Strassenabschnitt Platz: solche im Bereich Kalchofenweg und Hombergstrasse. Allerdings werden die Streifen nicht mehr wie im Innenstadtbereich der Stadt Olten mit aufwendigen Steinarbeiten eingefasst, sondern die Grenzmarkierungen werden aus Kostengründen mit aufgetragener Farbe hervorgehoben.

Vor einem guten Jahr hatten das Einsetzen von sogenannten Schalensteinen als Trennlinie zu einer gewissen Empörung geführt. Man sprach von einem «Vergolden der Ziegelfeldstrasse».

Es grünt so grün

Begrünt wird die Strecke natürlich auch. Als vielleicht markantesten Grünstreifen mit Baumbewuchs dürfte sich der als Verkehrsteiler wirkende Abschnitt zwischen Wohnheim Bethlehem und Kalchofenweg erweisen, wo strassenmittig eine Baumreihe gepflanzt und so die Trennung der Siedlungsgürtel der beiden Gemeinden Wangen und Olten verdeutlicht wird. Auffallend, dass grundsätzlich auf eine Alleebepflanzung verzichtet wird.

Grünabschnitte verteilen sich mal links, mal rechts der Strasse. Ein mit Bäumen versehener Streifen kommt im östlichen Bereich der einstigen Tankstelle zwischen Kalchofenweg und Hombergstrasse zu liegen, ebenfalls eine Begrünung erfährt die Strecke etwa im Bereich des Wohn- und Pflegezentrums Brunnematt.

Zwar sagt die Planauflage nichts aus über die Art der Bepflanzung, aber aus zurückliegenden Abschnittsarbeiten im innerstädtischen Bereich Olten weiss man: Es sollen nicht Monokulturen entstehen, sondern eine breite Varietät an Baumarten gedeihen.

Mit Lichtsignalanlage

Über weite Strecken der Bauzeit wird der Verkehr einspurig geführt, geregelt durch eine Lichtsignalanlage mit Busbevorzugung, wie das im Fachjargon heisst. Die Lösung gilt gemeinhin als Klassiker und kommt bei rund 90 Prozent aller Baustellen zum Einsatz.

Wem dies zu mühsam und langwierig erscheint, hat immerhin die Alternativroute über die Entlastungsstrasse vor Augen.