Explosionen, Flammen und Rauch am Dienstagabend auf dem Flachdach einer sich im Bau befindenden Überbauung in Olten. Fast zwei Stunden loderte das Feuer im Wohn- und Geschäftshaus «Aarepark» nahe des Oltner Bahnhofs, ehe die ausgerückte Feuerwehr den Brand unter Kontrolle hatte.

Am Ort des Geschehens war schnell auch der Oltner Stadtpräsident. «Ich bin erschrocken», sagte Martin Wey im Interview mit watson.ch. Er habe eine grosse schwarze Wolke über Olten gewesen. «Es war gespenstig das anzusehen. Ich hatte Angst um das Gebiet, wo der Grossbrand ausgebrochen ist.»

Explosion und Grossbrand in Olten 14.Juli 2015

Explosion und Grossbrand in Olten 14.Juli 2015

Er sei aber nicht etwa an den Brandort gekommen, um die Feuerwehr zu überwachen. «Mir geht es darum, dass die Politik und die Stadtregierung vor Ort ist, um zu unterstützen.» Denn mehrere Wohnungen sind nach dem Brand und den Löschungsarbeiten vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Die dem Feuer am nahesten gelegene Wohnung ist nach Aussagen des Stadtpräsidenten gar nicht mehr bewohnbar.

Betroffen war nicht nur der unbewohnte Neubau, sondern auch ein direkt anliegender Wohnblock. Torsten Göbel, der im 5. Stock des angrenzenden Gebäudes lebt, wurde in seiner Wohnung von einem lauten Knall aufgeschreckt. Ein Blick aus dem Fenster offenbarte: überall schwarzer Rauch.

Nach einer zweiten Explosion flüchtete Göbel nach draussen und übergab einem Feuerwehrmann den Schlüssel, damit dieser ins Haus kam. «Danach stand ich wie die anderen Gaffer auf die Strasse und sah zu, wie meine Wohnung ausbrannte», sagt der entgeisterte Göbel zu watson.ch.

Stadtpräsident Martin Wey versicherte noch vor Ort, dass man für die Betroffenen umgehend eine «würdige Übernachtungsmöglichkeit» organisiere. «Es hat auch Familien darunter und da ist es wichtig, dass sie auch eine gute Unterkunft haben.»