Olten
Oltner Schnitzelbänke sind dieses Jahr eher aus der Kategorie «Grand Cru»

Vier Stunden Unterhaltung, neun Schnitzelbankgruppen und drei Guggen im Hauptprogramm. Empfänger solchen Fasnachtsgutes waren am Donnerstagabend rund 250 gut gelaunte Gäste in der Schützi.

Urs Huber
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Der Schnitzelbank-Abend in der Oltner Schützi
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Banausen-Zunft
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Altstadt-Zunft
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Dreiangel-Bully
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Fröscheweid-Zunft
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Säli-Zunft
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Hilari-Zunft
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Guggi-Sänger
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Höckeler-Zunft
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Nachtwächter-Zunft
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Der Schnitzelbank-Abend in der Oltner Schützi

Bruno Kissling

Es gibt an Schnitzelbankabenden sogenannte todsichere Werte, die Lacher generieren: Politiker, Politikerinnen etwa. Oder Wirtschaftskapitäne. Oder vermeintliche Wirtschaftskapitäne. Sicher ist auch: Je weniger prägnant ein Jahr verlief, desto abwechslungsreicher die Themen der Bänke. Was zwischen der letzten und der heurigen Fasnacht vorfiel, war wohl kein sehr prägnantes Jahr. Vor diesem Hintergrund entstehen ebenjene Schnitzelbankjahrgänge, die sich inhaltlich um kleine Details drehen, die als Resultat akrobatisch anmutender Gedankengänge zu neuen, erfrischenden Ansichten und Geschichten führen.

Dazu gehört auch, dass alte Vorkommnisse neu aufgepeppt daherkommen. Nicht die unpopulärste Idee übrigens. Die Nachtwächter etwa nutzten die Gunst der Stunde und erinnerten noch einmal an die kleine Affäre mit den grossen Wellen, die einst das Gemächt von Badens Stadtpräsidenten Geri Müller im Zentrum sah. Oder die Chose ums goldene Dacherl. Dieses soll laut Stadtrat Savoldelli nicht abgebrochen, sondern als Goldreserve für die Stadt aufgehoben werden, sang die Fröscheweid unverkrampft. Der Schnitzelbankjahrgang 2016 gehört also eher zu den «Grands Crus», wie Leute vom Fach sagen würden.

Ja klar, die Stars

Aber klar: Die «Stars» dürfen nicht fehlen, trotz allem: Martin Wey kam in fast jeder Bankserie vor, das zarte Häutchen von Bea Heim auch, Chäsbueb Armando Pipitone wurde ebenfalls mehrfach durch die Mangel gedreht, bis sich der letzte Labtropfen verflüchtigt hatte. Und Marc Thommen kam auch nicht ungeschoren davon. Aber es gilt die alte Schnitzelbank-Dichterweisheit: Nicht die Quantität machts, sondern die Qualität. Und deshalb sind auch nicht alle Bänke, die sich um Wey, Heim oder Pipitone drehten, Bänke der allerersten Güte. Aber schliesslich zählt: Wer sein Fett nicht wegkriegt, gilt nichts im eigenen Land. Und wems zu sehr ans Herzen geht, dem sei gesagt: Die Bankkarawane zieht weiter.

Den Gästen in der Schützi jedenfalls gefiels. Wenig Wartezeit und viel Amüsement: Kurzweil im Zeitraffer eben. Fast schien es, als gelte das Motto der jubilierenden Guggi-Zunft für die Atmosphäre in der Schützi: «Met Volldampf unterwägs» nämlich.

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