Erfolg in Schweizer Charts

Oltner Reggae- und Dancehall-Künstler Collie Herb nimmt es mit Taylor Swift auf

Hat Grund zur Freude: Oltner Reggae-Künstler Collie Herb.

Hat Grund zur Freude: Oltner Reggae-Künstler Collie Herb.

Der Oltner Dancehall-Musiker hat Erfolg auf den Schweizer Charts, trotz Konkurrenz amerikanischer Schwergewichte.

Collie, fühlt es sich gut an, im Top 5 der Schweizer Hitparade zu sein?

Collie Herb: Ja, das ist natürlich tip top! Es ist eine Art Bestätigung, dass so viele Leute das Album gekauft haben. Es ist natürlich nur eine Zahl und ich fände das Album immer noch gut, auch wenn es nicht in den Charts wäre. Aber in dieser Zeit ist man froh um jeden Support.

Bist du überrascht über Ihren Erfolg in den Charts?

Irgendwie schon, andererseits hatte bereits in den Vormonaten Singles und Video Clips veröffentlicht und anhand deren Resonanz bereits gespürt, dass viel Liebe da war.

Wie viel Alben hast du verkauft?

Das kann ich noch nicht genau sagen. Aber es ist umso eindrücklicher, weil es eine schwierige Woche war: zeitgleich kam beispielsweise das Taylor Swift-Album heraus. Gegen die hatte ich natürlich keine Chance. In einer anderen Woche wäre ich vielleicht noch höher eingestiegen. Als unabhängiger DIY-Künstler ist es oft Glückssache, weil wir keine grossen Labels hinter uns haben, die sich oft untereinander absprechen.

Mit einem Album in den Charts kann man auch sicher von der Musik leben. Oder?

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(lacht) Keine Chance. Es ist ein schwindend kleiner Anteil an Einnahmen. Die einzig relevante Einnahmequelle ist der Live-Markt. Der ist im Moment nach wie vor stark reduziert.

Unterdessen spielen auch Streamingzahlen eine Rolle.

Ja, aber bei Streamingplattformen werden wir Schweizer benachteiligt, vor allem von Spotiry. Dort kümmert sich niemanden um den Schweizer Markt und wir sind in offiziellen Playlists praktisch inexistent.

Also ist Spotify keine Alternative.

Nein, und von der Auszahlung her sowieso nicht: Künstler erhalten da gerade 0,004 Franken pro Stream.

Wie ist es dir ergangen in der Pandemiezeit?

Ich hatte Zeit, neue Sachen ausprobieren. Auf der Oltner Webseite «Sofakultur» konnte ich mit selber gedrehten Videos von meinen Performances Neuland betreten. Ich konnte mich auch stark um administrative Dinge kümmern.

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Man hat also auch als Reggae-Musiker Administratives zu erledigen.

(lacht) Ja. Ich habe eben auch keine Mitarbeitenden, die das für mich erledigen!

Was sind deine weiteren Pläne?

Ich starte meine «Collieversum-Tour» Ende September mit zwei Abenden in der Galicia-Bar. Am 24. und 25. September findet dort meine Plattentaufe statt. Weitere Daten kommen, wie etwa dasjenige im Kiff am 3. Oktober.

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