Ideenwettbewerb
Oltner legen 120 Ideen für Belebung der Innenstadt vor

120 Ideen von rund 50 Personen wurden im Rahmen des Ideenwettbewerbs «Belebung Innenstadt und neue Kirchgasse» eingereicht. Am Montag wurden zahlreiche Projekte geehrt.

Carla Stampfli
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Die Kirchgasse in Olten wird neu gestaltet.

Die Kirchgasse in Olten wird neu gestaltet.

Bruno Kissling

Da staunte selbst die Jury nicht schlecht: 120 Ideen von rund 50 Personen wurden im Rahmen des Ideenwettbewerbs «Belebung Innenstadt und neue Kirchgasse» eingereicht, der von der Stadtentwicklung Olten ausgeschrieben und von der Quartierentwicklung Innenstadt durchgeführt wurde. Die Verantwortlichen rechneten mit 30 bis 40 Projekten, umso grösser war die Begeisterung über die positive Resonanz des Wettbewerbs. «Es ist einfach schön zu sehen, wie viele Leute sich für unsere Innenstadt interessieren», sagte Stadträtin Iris Schelbert-Widmer. Dass die Jury nicht nur bei der Bewertung der Ideen alle Hände voll zu tun hatte, ist fast Nebensache. Tatsache bleibt: Wenn es um die Stadt geht, sind nicht nur Oltnerinnen und Oltner dabei.

Eingesandt wurden Ideen, die von kleinen Veränderungen bis zum totalen Umbau, von Angeboten für Kinder bis zu Angeboten für betagte Menschen sowie von geistiger bis zu handfester Nahrung reichten. Im Stadttheater lobte am Montagabend die Stadträtin die Kreativität der Arbeiten und erinnerte daran, dass «alle Gewinner sind: Sie und die Innenstadt». Bei so einer Vielzahl von Ideen versteht es sich von selbst, dass es keine Verlierer geben kann.

Die Preisträger

Prämierung Umsetzungsbeitrag: «Kulturplattform Kirchgasse», «Festinfrastruktur der Stadt» von Hansruedi Käser, «Eisfläche» und «Eisbahn» (zwei Ideen) von Rita Wettstein und Armando Pipitone, «Kinderhütedienst» von Rosana Milone Virol, «Robi-Jubiläumsfest» von Barbara Diethelm, «Kinderspielplatz inklusive Schach- und Bocciabahn» von Christoph Zehnder, «Genussfestival» von Armando Pipitone. Zusatzpreis: «Oltner Bücherecke» und «Offener Bücherschrank» (zwei Ideen) von Tabitha Germann und Hanspeter Keller.
Prämierung Originalität (5 Kategorien): Dauernde oder regelmässige Aktivitäten: «Die Chance auf eine Zentrumszone - vom Pissoir zum Infokiosk» von Julia Spirig und Bernadette Brunner. Einmalige Anlässe: «Oltner Schwingfest» von Christoph Zehnder. Einkaufszentrum Innenstadt: «Fondueevent» von Armando Pipitone. Massnahmen, welche die Geschäfte während der Umbauphase unterstützen: «Urban Writing - Olten erschreibt sich die Kirchgasse» von Katja Herlach. Ideen für das Eröffnungsfest der neuen Kirchgasse: «Oltener Aktionskomitee» von Colette Kalt. (CES)

Attraktive Innenstadt

Genauso versicherte sie dem zahlreichen Publikum, dass die Innenstadt keinesfalls ein Ort des stetigen Jubel-Trubels werden sollte. Vielmehr gehe es darum, einen Platz für Kultur, für kleinere und grössere Ereignisse zur Verfügung zu stellen: «Unsere Stadt für die Oltnerinnen und Oltner und für Auswärtige zu begeistern.»
Umsetzbarkeit und Originalität

Nebst Iris Schelbert-Widmer, Eva Gerber und Tom Steiner (Bilder) waren auch Markus Dietler, Stadtschreiber, Urs Bütler, Vertreter Gewerbe, Franziska Clavadetscher, Vertreterin Bewohner und Bewohnerinnen, und Claude Schoch, Vertreter Kultur in der Jury dabei. Sie bewerteten Umsetzbarkeit, Nutzen für die Belebung der Innenstadt, Anschlussfähigkeit an Bestehendes und an anderen Projekten sowie Originalität der Ideen. Einen Umsetzungsbeitrag von insgesamt 25 000 Franken erhielten sieben Projekte - davon ein Zusatzpreis - die vor allem umgesetzt werden sollen. Je einen Einkaufsgutschein bekamen die schwieriger realisierbaren, dafür anregenden Projekte der fünf Kategorien, die durch Originalität bestachen.

Jetzt geht es erst richtig los

Die prämierten Umsetzungsideen werden jetzt mit der Quartierentwicklung Besprechungstermine vereinbaren und das weitere Vorgehen bestimmen. Die Stadträtin forderte auch alle nicht prämierten Ideen auf, sich zusammenzuschliessen, vonei-nander zu lernen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Die Stadt werde als Beraterin zur Verfügung stehen, «denn der Ideenaustausch, soll auch ausserhalb des Stadttheaters weiterleben.» 120 originelle Ideen stehen schon bereit, die Innenstadt zum Blühen zu bringen.