Die Stadt Olten fördert das kulturelle, künstlerische und kulturkritische Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern, die in der Stadt und/oder Region Olten wohnen, wirken oder mit ihr in näheren kulturellen Beziehungen stehen. Die Förderung erfolgt unter anderem durch die Verleihung von Kunst- oder Kulturpreisen, Anerkennungs- und Förderpreisen. Die letzte Ehrung und Würdigung ausserordentlicher oder aussergewöhnlicher Leistungen fand im Frühjahr 2009 statt.

Im Rahmen einer öffentlichen Feier im Stadttheater vom Sonntag, 10. März 2013, werden heuer ein Kunstpreis und je drei Anerkennungs- und Förderpreise vergeben, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Im Weiteren werden auch drei Ehrengaben für besondere Verdienste um Stadt und Region Olten überreicht.

Origineller Vertreter angewandter Kunst

Der mit 6'000 Franken dotierte Kunstpreis der Stadt Olten geht an den seit 1950 in Olten lebenden Werner Nydegger. Er wirkt als Grafiker, Cartoonist, Illustrator und Designer «von hervorragender Vielseitigkeit und Ausstrahlung», wie es im Communiqué heisst. «Seine Werke vermögen in ihrer Vielfalt die ganze Ambivalenz des Lebens darzustellen: Freude und Leid, Heiterkeit und Trauer, Lust und Sinnlichkeit. Sie sind von grosser Perfektion, voller Skurrilität und Hintergründigkeit und überraschen den Betrachter mit gleissenden Form- und Farbspielen und einfallsreichen Verkehrungen.»

1978 hatte er den Werkpreis des Kantons Solothurn erhalten.

Pedro Lenz unter den Preisträgern

Die Anerkennungspreise der Stadt Olten in der Höhe von je 3'000 Franken dürfen der Schriftsteller Pedro Lenz, die bildende Künstlerin Ursula Pfister und der Theaterschaffende Christoph Schwager entgegennehmen.

Der in Langenthal geborene Schriftsteller, Kolumnist und Mundartpoet Pedro Lenz lebt heute in Olten und arbeitet seit 2001 als vollzeitlicher Schriftsteller. Lenz ist mit dem Kulturpreis der Stadt Langenthal 2005 und dem Literaturpreis des Kantons Bern 2008 ausgezeichnet worden. Für «Dr Goalie bin ig» ist ihm 2011 der Schillerpreis für Literatur der Deutschen Schweiz und 2010 der Literaturpreis des Kantons Bern zugesprochen worden. Ausserdem wurde die «Goalie-Geschichte» für den Schweizer Buchpreis 2010 nominiert.

Ursula Pfister kam in Lostorf auf die Welt und wohnt heute in Gelterkinden. Seit 1988 ist sie als freischaffende Künstlerin in vielen Kunstsparten tätig. So als Malerin, Zeichnerin und Grafikerin. «Ihre Projekte bringen mit grosser Sensibilität Inhalt, Standort und Objekt in absolute Übereinstimmung zueinander, mit Ernsthaftigkeit, oft aber auch mit einer Prise Humor. So gelingt es ihr immer wieder, Menschen verschiedenster Berufe und Bevölkerungsschichten in ihr künstlerisches Schaffen mit einzubeziehen», schreibt die Stadt Olten. Auch sie hat bereits viele Auszeichnungen und Förderbeiträge erhalten.

Der dritte im Bunde der Träger eines Anerkennungspreises ist Christoph Schwager aus Härkingen. Als Kurs- und Seminarleiter, Schauspieler, Mime und Clown, Regisseur und Autor arbeitet er in den Bereichen Körpersprache und Theater. 2006 eröffnete er das Schwager Theater als Kleintheater in Olten. Am von ihm ins Leben gerufenen «Schwager Institut», dem Institut für Theater, Körpersprache und Persönlichkeitsentwicklung, bietet er erfolgreich Theaterkurse, eine Clownweiterbildung und Kurse zum Thema Körpersprache und Kommunikationstheater an. 2011 wurde ihm der Fachpreis für Kultur¬vermittlung des Kantons Solothurn zugesprochen.

Rag Dolls bekommen Förderpreis

Förderpreise der Stadt Olten in der Höhe von 3000 Franken gehen ferner an die bildende Künstlerin Andrea Nottaris, die Musikband Rag Dolls und die Gründer des Kulturmagazins KOLT.

Rag Dolls - More Than This

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Schliesslich werden auch drei Ehrengaben in Form einer Plastik im Wert von je rund 600 Franken für besondere Verdienste im Kulturbereich übergeben. Sie gehen an den Strassenmusikanten Ernst Degen, die Imagegruppe Kultur des Kantonsspitals Olten für ihre Ausstellungstätigkeit und die Klostergemeinschaft der Kapuziner Olten für ihr Wirken im gesellschaftlichen, kirchlichen, kulturellen und sozialen Leben der Stadt. (ldu/sko)