Oltner Kultur-Adventskalender 2021
An jedem Tag eine neue kulturelle Überraschung: Die 23 Sternschnuppen werden hier aufgelöst

Bereits zum zehnten Mal gibt es täglich im Dezember eine von 23 Sternschnuppen: Ab 18.15 Uhr treten die Künstlerinnen und Künstler in der Stadtkirche, der Schützi oder dem Stadttheater auf. Wer das war, wird hier aufgelöst.

Fabian Muster
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Die 23.Sternschnuppe entführte mit grossen und kleinen Tänzerinnen und Tänzern ins ferne Tibet. Die Gruppe, welche sich jeweils am Mittwochabend im Cultibo trifft, teilte Kulturgut und erntete einen grossen Applaus.
23 Bilder
22. Sternschnuppe: Da wird keine Zeit vertrödelt sondern hart gegroovt. The Next Movement (von links: J.J. Flueck, Pascal Kaeser, Sam Siegenthaler) haben vom ersten bis zum letzten Ton das zahlreich erschienene Schützi-Pubulikum mit ordentliche Funk geboostet.
21. Sternschnuppe: «Die kleine Werktagsstadt Olten versteckt sich etwas schamhaft im Nebel.» Das waren noch Zeiten – Ausschnitte von OltnerInnen über Olten. Der Zusammenschnitt des Films, den Kinokoni Schibli anlässlich der 800-Jahr-Feier erstellt hatte, entlockte dem Sternschnuppen-Publikum bisweilen schallendes Gelächter.
20. Sternschnuppe: Unendlich viel Sand aus Schuh, Hemd und Hand, eine Kiste voller Nichts, die den Tisch zum Schweben bringt, und ein Seil, das trotz grosser Schere immer wieder zusammenwächst. Zauberer Alex Porter erstaunte das Publikum nebenbei mit einer Handvoll poetischer Magie.
19. Sternschnuppe: Der passionierte Insektenfotograf Bähram Alagheband (Insects and stories) und die im Naturschutz arbeitende Biologin Katrin Luder führten zusammen als "Käfer und kundig" durch eine lebendige und interessante Sternschnuppe. Sie begeistern sich für alles was krabbelt und summt. Mit wunderschönen Bildern und beeindruckendem Fachwissen wurde dem Publikum diese Begeisterung weitergegeben.
Ladina Bucher tanzte an der 18. Sternschnuppe durch die vier Jahreszeiten.
Lange Nacht der Sternschnuppen: Kabarettist Franz Hohler gab die Weihnachtsgeschichte für Familien zum Besten.
Mit einem Einkaufswagen voller Perkussionsinstrumenten bereicherten LOS DOS mit ihrem Swamp Blues und Ganzkörperkomik die 17. Sternschnuppe in der Schützi.
Isabelle la Belle der Compagnie Buffpapier liebt das Groteske und Skurrile, sie verwirrt und irritiert – so auch an der 16. Sternschnuppe in der Schützi. Das Publikum wurde gefordert, zur Interpretation angeregt und suchte den roten Faden. Etwas verwirrt blieb es zurück und freut sich auf den nächsten bunten Punkt im Sternschnuppenprogramm.
15. Sternschnuppe: Als Cuno "Comix" Affolters Name fällt, vernimmt man das eine oder andere "Oh" aus dem Publikum. Bewaffnet mit Laserpointer und, wie es sich für einen mit diesem Beinamen gehört, einer ganzen Wagenladung illustrierender Cartoons, dozierte der vor Jahrzehnten von Olten nach Lausanne Ausgewanderte über seine grosse Passion: Bücher. Und von den Dingen, die er schon darin gefunden hat. Und wie man mit seinem Brunz-Bisel-Seich-Test gute von schlechter Lektüre unterscheiden könne. Ein Schnorri im besten Sinne des Wortes, dem man das Überziehen der Zeit genauso gerne nachsah wie der Umstand, dass man am Ende auch nicht wirklich schlauer geworden war.
14. Sternschnuppe: Die Schauspielerin Judith Bach gab in der Schützi die rotzfreche Göre Claire alleene. Mit Mozart am Klavier und Berlin in der Schnauze purzelt sie von Olle zu Dolle. Das amüsierte Publikum erfährt, wie Schaffhausen auf Englisch heisst: Homewörk. Im Programm «aus lauter lebenslust» sucht sie lustig und treffsicher nach dem Unsinn des Lebens.
An der 13. Sternschnuppe trafen Kunstfertigkeit und Schalk aufeinander. Gekonnt warf Kaspar Tribelhorn alias Starjongleur in der Schützi nicht nur Keulen, Ringe und Messer in die Luft, sondern auch mit flotten Sprüchen um sich.
Der Organist Christoph Mauerhofer nutzte seinen Auftritt an der 11.Sternschnuppe in der Stadtkirche, um das Image der Orgel zu entstauben. Mit vier unterschiedlichen Sets begeisterte er das Publikum: Von Adventsliedern über wild ineinander improvisierte zeitgenössische Stücke, die vom Publikum vorgeschlagen wurden, über klassische Bach-Sonaten zu einem Medley aus Mary-Poppins-Klassikern.
Hinter dem 10. Adventstürchen: Worte, zu Reimen gefeilt, zu Sätzen gestrickt und zu kürzeren und längeren Texten komponiert. Ihre - Zitat - «melancholischen Tendenzen» versah die Berner Slam Poetin Sarah Altenaichinger dabei gekonnt mit der nötigen Prise Augenzwinkern.
9. Sternschnuppe: Ein Klangerlebnis der besonderen Art: Von freudig und luftig leicht bis melancholisch war bei dieser wahrhaftigen Sternschnuppe alles mit dabei. Das Trio Pflanzplätz und der Klangkünstler Pudi Lehmann interagierten auf wunderbare Weise und verkörperten auf der Bühne des Stadttheaters die pure Freude an der Musik.
Eine malende Femme fatale, russische Schläger und ein Erzähler, der nicht weiss, wie ihm geschieht. An der 8. Sternschnuppe bot der Autor David Weber, unterstützt von der Musikerin Jasmin Lötscher, Einblicke in die zwielichtige Welt seines Romans "Im Schwarzlicht" und verbreitete damit Film-noir-Stimmung in der Stadtkirche, in welcher heute übrigens keine Sternschnuppe leuchtet. Der Kultur-Adventskalender öffnet heute ausnahmsweise im Stadttheater sein Türchen.
7. Sternschnuppe: Bei Andreas Kessler steht Weihnachten vor dem Balkon. Hätte er nicht beteuert, er sei durch einen glücklichen Zufall zum Poetry Slam gekommen, man würde es ihm nicht glauben. In einem Wahnsinnstempo und breitestem Bärndütsch rattert der studierte Theologe seine (selbst)-ironischen Texte runter.
Die seit 2017 gemeinsam musizierenden Alejandra Martín (Bratsche), Mathilde Bernard (Harfe) und Aurora Pajón (Querflöte, von links) aus Spanien wussten das Publikum jenseits der üblichen Wahrnehmung von klassischer Musik zu verzaubern und entführten dieses zum Beispiel in die zeitgenössische Experimentalmusik.
Der Männerchor Hägendorf und das Trio Hermelin brachten am 2. Advent nordische Weihnachten in die Stadtkirche. Die mal fröhlichen, mal besinnlichen Weihnachtslieder stammen teilweise aus Norwegen, dem Heimatland der Hermelin-Sängerin Gry Elisabeth Knudsen. Zusammen mit dem traditionsreichen Chor aus der Region entführte sie das Oltner Publikum in den skandinavischen Winter.
Schweizer Musik-Rosinen neue und frech zusammengestellt, elegant und witzig inszeniert in a Cappella. The Sparkelettes, vier Frauen mit wunderschöner Stimme, verzauberte unter dem Motto «Mer Froue heis luschtig», das Publikum.
«Olte, i bi verknallt i eu», eröffnete Jan Rutishauser die dritte Sternschnuppe und damit seinen ebenfalls dritten Auftritt in Olten innerhalb eines Monats. Applaus erntete der St. Galler Kabarettist aber nicht nur für seine Schmeicheleien, sondern für seine slam-erprobten Wortspiele und humoristischen Gedanken. Ein Beispiel: «Wie nennt man den ersten Versuch eines Bäckers?» – «Broto-Typ!»
Die 2. Oltner Sternschnuppe brachte zwei Schauspielerinnen der Theatersport-Truppe Tsurigo in die Stadtkirche. Die beiden Frauen setzten in Form von Improvisationstheater unter anderem Gefühle, Hasen und Sternschnuppen spontan auf der Bühne um. Sie erweckten damit die kleinen Dramen und Komödien unseres Alltags zum Leben. (pf)
Die 10. Ausgabe der Oltner Sternschnuppen eröffnete am 1. Dezember das Duo Andreas Schaerer und Kalle Kalima (links). Der Berner Jazz-Sänger und der finnische Gitarrist wählten angesichts der grossartigen Akustik in der Stadtkirche eher feinere Songs aus ihrem Repertoire, Songs, die fühlbar machen, was mit der menschlichen Stimme Unglaubliches – und Unerwartetes – möglich ist. Den Musikern war ihre Freude an diesem speziellen Auftritt förmlich anzusehen – und anzuhören sowieso. (pf)

Die 23.Sternschnuppe entführte mit grossen und kleinen Tänzerinnen und Tänzern ins ferne Tibet. Die Gruppe, welche sich jeweils am Mittwochabend im Cultibo trifft, teilte Kulturgut und erntete einen grossen Applaus.

Zvg/Remo Fröhlicher

Organist Christoph Mauerhofer bei seinem Auftritt an der 11. Sternschnuppe in der Stadtkirche Olten.

Reto Frölicher

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