Es ist seine vierte Ausstellung im Hause der Martins Galerie in Olten. Der in Kappel aufgewachsene und in Olten lebende Künstler Paul Wyss war bereits in den früheren 1980er-Jahren erstmals dort präsent; damals noch im Einrahmungsatelier des Martin Itel, wie sich dessen Tochter Brigitte Itel, die heute den Galeriebetrieb führt, erinnert.

60 Bilder

Aktuell ist der Künstler, Jahrgang 1937, mit 60 Bildern und 13 Skulpturen in der Galerie vertreten. Mit einer beachtlichen Bandbreite an Werken, die zuweilen auch an Zeitgenossen Wyss’ erinnern: Winterlandschaften etwa mahnen an Werke Hugo Wetlis. Zarte lichte Aquarelle wie jenes der «Randgruppe», welches angedeutete Figuren im flüchtigen Duktus zeigt, hingegen ist unverkennbar aus Wyss’ Hand, ebenso seine bildliche Deutung von «Jakobs Traum», in welchem Telegrafenmasten in Blau getünchter Hügellandschaft aufgehen, schwarzfarbene Nuancen zuweilen Apokalyptisches vermuten lassen.

Kein Wunder: Verträumtes und Dramatisches stünden in den Werken von Paul Wyss in Kontrast zueinander, sagt die Kulturjournalistin Madeleine Schüpfer über Wyss. Darüber hinaus pflegt er noch eine andere Facette künstlerischen Wirkens: Er schafft auch dreidimensionale Werke, wobei ihm «Bilder und Skulpturen gleich wichtig sind», wie Schüpfer betont.

Ausstellung Paul Wyss: Martins Galerie, Ringstrasse 42, Olten, Dauer bis 16. Dezember; Öffnungszeiten: Do/Fr: 15 bis 18 Uhr; Sa: 14 bis 16 Uhr; So: 15 bis 18 Uhr