Olten SüdWest
Oltner Gemeinderat schlägt günstigeren Umweg vor statt teure Unterführung Hammer

Der CVP-Co-Präsident Wolfgang von Arx findet eine Personenunterführung Hammer zu teuer und schlägt eine günstigere Alternative vor – das bedingt aber einen Umweg für die Fussgänger.

Fabian Muster
Drucken
Teilen

Die Personenunterführung Hammer, für die Erschliessung des Stadtteils Olten SüdWest kostet laut letzten Zahlen rund 15 Millionen Franken. Der Kostenanteil für Olten betrüge rund 10 Millionen. Das Gemeindeparlament hat im November letzten Jahres einen Investitionskredit von einer halben Million aus dem Budget gestrichen.

An derselben Sitzung hat der CVP-Co-Präsident Wolfgang von Arx eine Motion eingereicht, mit dem er den Stadtrat auffordert, die Fussgängeranbindung zum Stadtteil Olten SüdWest mit einer «kostengünstigen Treppenanlage zu optimieren». Konkret geht es um den Fussweg vom Bahnhof Olten Hammer via Stationsstrasse über die Gheidwegbrücke, um von dort aus mit einer direkten, noch zu realisierenden Treppe in die Autorenstrasse zu gelangen (siehe Karte). Laut von Arx wäre dies ein 400 Meter langer Umweg, der in seinen Augen verantwortbar ist und er als vorläufige Alternative für die millionenteure Personenunterführung Hammer betrachtet. «Das wäre ein Kompromissvorschlag, der sofort realisiert werden könnte», sagt von Arx.

Der Stadtrat sieht allerdings keine Notwendigkeit für eine solche Treppenanlage. Dies, weil laut Baudirektor Thomas Marbet bereits eine solche Rampe auf den Gheidweg besteht (auf der Karte orange markiert). «Diese Fussgängerverbindung ist als Rampe bereits vorbereitet und verfügt über ein Gefälle von ca. 8 bis 10 Prozent», heisst es in der Antwort auf den Vorstoss. Und weiter: Da der Zugang im Areal Olten SüdWest zu dieser Rampe auf Wunsch des Eigentümers noch nicht öffentlich zugänglich sei, sei mit der Fertigstellung noch zugewartet worden. «Im Endzustand wird dieser Weg fussgänger- und velotauglich sein.» Aus der Sicht des Stadtrats erübrige sich also eine Treppe an diesem Ort vollständig.

Würde eine Treppe erstellt, so die hypothetische Antwort des Stadtrats, wären Zwischenpodeste nötig. Dadurch würde die Treppe «recht lang werden und müsste ebenfalls, wie die Rampe, im Zickzack geführt werden». Die Rampe sei daher einer Treppe vorzuziehen, auch weil diese behindertenfreundlich sei. Abschliessend hält der Stadtrat fest, dass die Erschliessung des neuen Stadtteils Olten SüdWest nur mit der Personenunterführung Hammer «als umfassend vorgesehen bezeichnet werden» kann. Der Stadtrat empfiehlt dem Parlament daher, die Motion abzulehnen.

Aktuelle Nachrichten