«Wir sind natürlich froh, dass wir es geschafft haben, obwohl wir mit einem extrem schmalen Kader in die Saison gestartet sind», sagt Tania Lienhard. Die Trainerin von Olten-Zofingens 1.-Liga-Frauen spricht vom Ligaerhalt, den ihre Equipe mit dem 70- zu 45-Sieg gegen Wiedikon definitiv realisiert hat.

Angeführt von Fabienne Hugener auf der Aufbauposition, die neben 23 Punkten viele wertvolle Pässe verzeichnete, liessen die Gäste aus der Thutstadt den Zürcherinnen keine Chance. «Für mich ist es immer wieder schön zu sehen, wie alle alles geben», sagt Tania Lienhard, «und wenn selbst jene, die seit bald 20 Jahren Basketball spielen, noch nervös sind vor dem Anpfiff, zeigt das doch, wie wichtig ihnen das Ganze ist.»


Die Abstiegsrunde bestand aus einer Einfachrunde.

Vier von fünf Partien, gegen Solothurn, Divac Zürich, Greifensee und zuletzt Wiedikon, gewann Olten-Zofingen, Bregenz hingegen war stärker. Der sechste und letzte Vergleich steht am Samstag in Emmen auf dem Programm.

In der Relegationsrunde war der BCOZ nach fünf Siegen in zwölf Qualifikationspartien gelandet. «Warum es uns im Vergleich zur Qualifikation in der Abstiegsrunde so gut lief, weiss ich echt nicht», blickt Tania Lienhard zurück. Sie sei sich das aber mittlerweile gewohnt. «Das ist das vierte Jahr in Folge, dass ich an der Seitenlinie eine durchzogene Vorrunde, dann aber eine starke Abstiegsrunde erlebe», sagt die 33-Jährige.

Intakter Teamgeist und mehr

Möglich gemacht haben den Klassenerhalt nebst dem intakten Teamgeist die Verstärkungen aus der zweiten Mannschaft. Verschiedene Akteurinnen aus dem «Zwöi» sprangen abwechslungsweise in die Bresche, nachdem im Fanionteam zwei der acht Stammspielerinnen von Verletzungen zurückgebunden wurden.

Die beiden Mannschaften trainieren einmal pro Woche gemeinsam. «Deshalb kennen sich die Spielerinnen und so klappt der temporäre Teamwechsel meist gut», betont Tania Lienhard, die auch beim BC Olten-Zofingen II als Trainerin amtet, dort gemeinsam mit Spielertrainerin Cindy Zimmerli. Ein Zusammenschluss der beiden Mannschaften stehe nicht zur Diskussion. «Beide Equipen haben ihren eigenen Charakter und das ist gut so», findet Tania Lienhard. Zudem sei das Kader des BCOZ II mit 12 Spielerinnen und aufgestockt mit Juniorinnen gross genug, um konkurrenzfähig zu sein.

Bei einer «Fusion» entstünde ein Riesenteam, bei dem letztlich viele auf der Ersatzbank Platz nehmen müssten. «Und das dient niemandem, schliesslich ist jede, die dabei ist, extrem motiviert zum Spielen», sagt Tania Lienhard.

So scheint es, dass Olten-Zofingen die Saison 2016/17 erneut mit zwei Frauen-Equipen in Angriff nehmen wird. Gut möglich, dass sogar beide in der selben Liga antreten. Denn der 2.-Ligist Olten-Zofingen II könnte sich am Freitag mit einem Sieg gegen GC Zürich den zweiten Schlussrang sichern, der zum Aufstieg berechtigt.