Olten
«Wir sind offen für alle»: Das APA-Kulta will für jede Idee Platz schaffen

Der Verein Aktion Platz für Alle hat Anfang Jahr in Olten das Kulturlokal Kulta geöffnet. Jetzt will er die Vermietung für externe Veranstaltungen vorantreiben.

Lavinia Scioli
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Jetzt sind die Türen des Kulturlokals Kulta für alle offen. Von links: Christoph Birrer, Lea Hartmann und Michael Suter.

Jetzt sind die Türen des Kulturlokals Kulta für alle offen. Von links: Christoph Birrer, Lea Hartmann und Michael Suter.

Bruno Kissling

Ein Jahr nach dem Umbau hat der Verein Aktion für Alle (APA) das Kulturlokal Kulta im ehemaligen Kino Camera geöffnet. «Wir sind stolz auf unser Bijou, das wir mit ganz viel Freiwilligenarbeit und persönlichem Engagement hierhingebracht haben. Wir hoffen, das färbe auch auf die Leute ab», erklärt Lea Hartmann, Sprecherin des Vereins.

Gerade die Pandemie und die damit verbundenen Massnahmen sollen zu Diskussionen geführt haben, ob nun geöffnet werden soll. Denn das Lokal soll, wie es bereits im Vereinsnamen steht, für alle zugänglich sein. Nach dem Umbau und den zeitlichen und finanziellen Investitionen sei man zum Schluss gekommen, dass nun losgelegt werden muss. «Wir können nicht mehr warten, bis unsere Traumvorstellungen von einem Betrieb möglich sind. Wir wollen jetzt loslegen», so Hartmann.

Das APA-Kulta-Lokal von aussen.

Das APA-Kulta-Lokal von aussen.

Bruno Kissling

Schritt für Schritt soll nun das Kulta aufgebaut werden, erzählt die 36-Jährige:

«Das Konzept sieht vor, dass nicht nur wir es betreiben, sondern dass verschiedenste Anbieter hier etwas machen.»

Vorerst seien drei bis fünf Anlässe pro Monat von Kulta vorgesehen: von Liedermacherauftritten bis hin zu Konzerten. Derzeit biete man aber noch keine eigenen Veranstaltungen an. Jetzt werde vor allem die Lokalvermietung gepusht. «Wir sind offen für alle, die etwas machen wollen», schildert der Vereinspräsident Christoph Birrer. Auch Hartmann bestätigt, dass externe Vermietungen elementarer Bestandteil werden sollen. Damit soll eine möglichst vielfältige Bandbreite geschaffen werden.

Platz hat das Kulta für jede Idee

Die Räumlichkeit bietet Platz für 50 Personen. «Es ist für ein familiäres Ambiente gemacht», meint Michael Suter, zuständig für Finanzen und Technik. Dies habe man jetzt bei den ersten durchgeführten Anlässen gemerkt. Es sei ein Begegnungsort, an dem keine Grenzen gesetzt werden. «Es soll Platz haben für jede Idee, die in dieser Grösse möglich ist», erzählt Suter.

Bei der Mietung des APA-Kulta-Lokals wird auch in die Technik eingeführt.

Bei der Mietung des APA-Kulta-Lokals wird auch in die Technik eingeführt.

Bruno Kissling

Die Technik, die Einführung und der Support im Kulta werden bei jedem Anlass mitgebucht. Die Preisspanne für die Mietung variiere. Hartmann erklärt, dass dies von unterschiedlichen Bedingungen wie beispielsweise der Dauer der Veranstaltung abhängig sei.

Vorübergehender Barbetrieb für die Öffentlichkeit

Ab Februar soll jeweils am Wochenende für die Öffentlichkeit der Barbetrieb aufgenommen werden. Natürlich nur, wenn keine Veranstaltung vorgesehen ist. Da werde man sehen, wie dieses Angebot genutzt werde: «Wir haben schon das Gefühl, dass das Bedürfnis da ist», so die Vereinssprecherin.

Ab Februar soll im Kulta der Barbetrieb aufgenommen werden.

Ab Februar soll im Kulta der Barbetrieb aufgenommen werden.

Bruno Kissling

Der Barbetrieb sei jetzt aber nur während der Pandemie vorgesehen. Sobald wieder Normalität einkehren werde, wolle man auch den Betrieb für die Öffentlichkeit einstellen. Die Theke soll dann nur noch bei Veranstaltungen geöffnet werden. Man wolle Rücksicht auf andere Barbetreibern nehmen und keinesfalls eine Konkurrenz untereinander schaffen. Dies sei dem Verein besonders wichtig. Suter betont:

«Dadurch, dass wir ein ehrenamtlicher Verein sind, können wir auch anders wirtschaften. Das wäre sonst unfair gegenüber anderen Bars, die fix davon leben müssen.»

Durch den Umbau müssen jetzt wieder finanzielle Mittel fliessen. Daher sei der Barbetrieb die einzige Lösung gewesen, um wieder Geld erwirtschaften zu können, erklärt Vereinssprecherin Hartmann.

Schweizer Wein steht auf der Karte

Die Barkarte ist klein und im unteren Preissegment. Ausgeschenkt werden gängige Getränke. Aber ohne Cocktails. Die soll man den Profis überlassen, erklärt Suter lachend. «Wir haben sehr grossen Wert auf unsere kleine Weinkarte gelegt und darauf geachtet, dass wir für unsere Klientel guten Schweizer Wein anbieten», erklärt der 36-jährige Suter weiter.

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