Olten
«Was ist denn jetzt wieder los mit unserem Parkleitsystem?» – Tafel verdeckt eine Ampel

Eine kleine Korrektur beim Montierten der Hinweistafeln zum Parkleitsystem in Olten sorgt für ebensolche Aufregung.

Urs Huber
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Ursprünglich so montiert verdeckt die Tafel des Parkleitsystems die Verkehrsampel.

Ursprünglich so montiert verdeckt die Tafel des Parkleitsystems die Verkehrsampel.

Bruno Kissling/Oltner Tagblatt

Rund anderthalb Millionen Franken kostet die Einrichtung des seit Jahren geforderten Parkleitsystems in Olten. Seit einem knappen Monat wird die entsprechende Infrastruktur montiert. Und die Arbeiten werden mit einer gewissen Neugierde beobachtet und wahrgenommen.

Nicht alles klappt auf Anhieb

Dass dabei nicht immer alles aus Anhieb passt, kann schon mal vorkommen. So platzierte Maurice Stampfli aus Wangen auf seiner Facebook-Seite am Samstag vor einer Woche: «Was ist denn jetzt wieder los mit unserem Parkleitsystem? Noch letzte Woche stand bei der Kreuzung auf der Umfahrungsstrasse hinter der USEGO alles fix und fertig mit den Tafeln: Olten Ost, Süd und Zentrum.»

Nun aber habe der Bagger wieder alles auf- und runter gerissen und der Mast mit den Tafeln sei weg. Das ist Stampfli sauer aufgestossen, wie er auf Nachfrage dieser Zeitung zu verstehen gibt. «Ich bin sowieso nicht ein so wahnsinnig grosser Fan des Parkleitsystems», gibt er zu verstehen.

Da finde er solche Planungsfehler besonders störend. Und offenkundig ist er nicht allein mit dieser Wahrnehmung. Es gab dazu bittere Kommentare. «Wenn Bürokraten planen» ist nur einer unter ihnen. «Schildbürgerstreich» ein weiterer.

Grund für die kleine Aufregung: die Platzierung der diversen Tafeln geriet zu nahe an die Verkehrsampel bei der Verzweigung Spange Usego. Deshalb musste das Bauwerk quasi wieder rückgebaut werden, die Fundamente um rund anderthalb, zwei Meter versetzt werden, wie die Stadtkanzlei auf Anfrage erklärt.

Die aufgelaufenen Mehrkosten durch die Wiederholung der Fundamentierung seien nur schwer zu beziffern. Diese dürften allerdings nicht gross sein, können doch bereits vorhandenen Hinweistafeln und Kandelaber auch am neuen Standort unverändert genutzt werden.

Gelder aus dem Fonds «Parkplatzgebühren» dürften reichen

Der Kredit für die Realisierung des Parkleitsystems und die Belegungserfassung auf den städtischen Parkfeldern Schützenmatte, Munzingerplatz, Amthausquai Süd, Römerstrasse und Klosterplatz in der Höhe von 1,713 Mio. Franken wurde im Dezember 2018 vom Parlament genehmigt.

Die Mitwirkung anderer Parkhausbesitzenden gestaltete sich allerdings aufwendig (wir berichteten). Die Finanzierung erfolgt durch die Entnahme von 1,471 Mio. Franken aus dem Fonds Parkplatzgebühren, sowie über die Stadtrechnung. Gemäss Auskünften aus dem Stadthaus dürften die Fondsgelder aber ausreichen.

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