Olten
Trotz Vorstoss: Vorerst soll es auf der Oltner Verwaltung nicht mehr Lehrstellen geben

Parlamentarierin Huguette Meyer Derungs (SP/Junge SP) forderte die Überprüfung der Anzahl Ausbildungsplätze in der Stadtverwaltung. Das sagt der Stadtrat dazu.

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Das Thema der Ausbildungsplätze ist in der Verwaltung omnipräsent, schreibt der Stadtrat.

Das Thema der Ausbildungsplätze ist in der Verwaltung omnipräsent, schreibt der Stadtrat.

Bruno Kissling

Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt ist vor allem seit Beginn der Pandemie nicht einfach. Nun forderte ein Vorstoss, eingereicht von der inzwischen abgetretenen Parlamentarierin Huguette Meyer Derungs (SP/Junge SP), die Überprüfung der Anzahl Ausbildungsplätze in der Stadtverwaltung Olten.

Besonders für Schülerinnen und Schüler im tieferen Bildungsniveau sei die momentane Situation schwierig. Denn die Stadt biete ausschliesslich Möglichkeiten für das höhere sowie eine für das mittlere Profil an. «Das Potenzial scheint also noch nicht ausgeschöpft zu sein», schreibt die Politikerin.

Thema ist unter anderem die zweijährige berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA), welche zurzeit nicht angeboten wird. Die Stadt wird dazu aufgefordert, ihre Verantwortung stärker wahrzunehmen und allenfalls Ressourcen anzupassen.

Die nötigen Ressourcen würden fehlen

Die Antwort des Stadtrates liegt nun vor: Dieser hält eine weitergehende Prüfung nicht für erforderlich und empfiehlt dem Parlament, den Auftrag nicht erheblich zu erklären. Denn das Thema der Ausbildungsplätze sei in der Verwaltung omnipräsent, schreibt der Stadtrat. Das Wegfallen der EBA-Lehrstellen gehe auf Sparmassnahmen zurück. Die nötigen Ressourcen würden fehlen. Dass sich die Situation in der Zukunft ändern könnte, schlägt der Stadtrat nicht aus.

Im KV-Bereich sieht die Sachlage anders aus. Denn bei einer Lehre im öffentlichen Sektor sei der Besuch verschiedener Abteilungen im Hinblick auf die Abschlussprüfungen nötig. Eine Aufstockung der Lehrplätze bedürfe personelle, organisatorische und räumliche Anpassungen. Die Stadt sei sich ihrer Verantwortung als Arbeitgeberin im dualen Ausbildungssystem bewusst und investiere viel, um eine gute Ausbildung anbieten zu können. (wue)

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