Stadt Olten

Olten SüdWest auf Kurs: «Gegen 50 Wohnungen sind bereits vermietet»

Die Koordination der 12 Kräne ist eine komplizierte Angelegenheit.

Die Koordination der 12 Kräne ist eine komplizierte Angelegenheit.

Auf dem ehemaligen Gelände der Holcim in Olten wird seit Mitte Juni auf dem ersten Baufeld gebaut. Insgesamt entstehen hier 420 Wohnungen, die bereits ab dem 1. Oktober nächsten Jahres bezugsbereit sein sollen.

Die Bauzeit für dieses Grossprojekt erscheint sehr kurz. Das sieht auch der zuständige Bauleiter der bauleitenden Firma Gross AG aus Brugg, Mark Flückiger, so. «Es handelt sich um einen Schnellbau. Wir arbeiten mit einem erprobten System, welches gut funktioniert.» Damit die kurze Bauzeit – es sind insgesamt 14 Monate – eingehalten werden kann, braucht es vor allem eines: Manpower. Das Baufeld ist in vier Lose eingeteilt. Pro Baulos gibt es eine Bauunternehmung sowie einen Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsinstallateur. «Nur dank der hohen Anzahl Mitarbeiter kann die Baufrist eingehalten werden», erklärt Flückiger und ergänzt: «Die Kommunikation ist dabei das A und O der Zusammenarbeit.»

In der ersten Bauphase, in welcher Rohbauarbeiten getätigt werden, arbeiten ungefähr 250 bis 300 Personen auf der Baustelle. In der darauffolgenden zweiten Phase sind es total ungefähr 400 Personen, die am Rohbau und am Innenausbau arbeiten. Dass durch die ERO die gute Erreichbarkeit der Baustelle gewährleistet ist, trage auch zu einem zügigen Vorankommen bei.

Es wird viel betoniert

Im Moment laufen die Rohbauarbeiten und es wird nach wie vor viel betoniert. Der nächste Meilenstein ist der 1. Dezember. Dann werden im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss der insgesamt fünfstöckigen Blöcke die Fenster eingebaut. Anfang Januar starten die Innenausbauarbeiten und im Juni soll mit den Umgebungsarbeiten begonnen werden können. «Natürlich unter Vorbehalt, dass das Wetter mitspielt», sagt Mark Flückiger. Dies sei bisher der Fall gewesen. Trotz des verregneten Julis sei man im Zeitplan und absolut zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten. In Spitzenzeiten konnten laut Flückiger in acht bis zehn Tagen eine ganze Etage gebaut werden. Das Wetter ist dann auch das Einzige, was dem Bauleiter zu Schaffen macht: «Regen schadet uns nicht. Wenn aber 10 bis 15 Zentimeter Schnee fallen, müssen wir reduziert arbeiten, dann verzögern sich einzelne Arbeiten. Und wenn es gefriert, müssten wir den Rohbau sogar einstellen.»

Von den 420 Mietwohnungen sind jetzt, Mitte November, gegen 50 vermietet. Das sei für Oltner Verhältnisse ein guter Start, laufen die Vermietungen doch erst seit ungefähr einem Monat. Der Bauleiter rechnet damit, dass in den kommenden Monaten die Zahl der vermieteten Wohnungen ansteigen wird. Denn: «Mit dem kontinuierlichen Fortschritt tritt ein Bau in die Öffentlichkeit und wird vermehrt wahrgenommen.» Es entstehen Eineinhalb- bis Vierzimmerwohnungen. Die Kleinsten sind ab 695 Franken pro Monat zu haben, die grössten ab 1890 Franken. Neben den Wohnungen entstehen auf diesem Baufeld auch Gewerberäume und ein Quartiercafé. Auf dem restlichen Areal, welches früher der Holcim gehörte, sollen weitere Wohnungen, aber auch Büroräume entstehen – Mischnutzung nennt sich das. Damit wird aber erst begonnen, wenn die Arbeiten auf dem Baufeld vier abgeschlossen sind.

Komplizierte Kran-Koordination

Für eine solche Baustelle braucht es neben genügend Arbeitern auch Kräne. Jede Bauunternehmung hat ihre eigenen mitgebracht. Daher kommt die gesamte Baustelle auf eine stattliche Anzahl von zwölf Kränen. Diese sind unterschiedlich hoch und haben einen unterschiedlichen Wirkungsgrad. Mitte August wurde das Gesamtkonzept von einem Vermesser konstruiert und nun können die Kranführer ihre Maschinen ohne Bedenken bedienen. «Die Koordination dieser Kräne war allerdings sehr kompliziert», erklärt Leopold Bachmann. Er ist Eigentümer und Bauherr in Olten SüdWest. Der grosse Vorteil von Olten SüdWest sei der Standort und das Preis-Leistungs-Verhältnis, wie Mark Flückiger erklärt: «Man ist schnell in der Altstadt und am Bahnhof. Ausserdem ist mit dem Born ein Naherholungsgebiet und mit den Sportanlagen weitere Freizeitmöglichkeiten in der Nähe.» Familien oder Studenten könne er sich in diesen Wohnungen vorstellen, meint der Bauleiter. Im Oktober des nächsten Jahres wird er es wissen.

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