«Die Stadt Olten ist bereit, im Dienste von Region und Kanton einen Beitrag zur Linderung der Notlage zu leisten, und stellt dem Kanton auf dessen Anfrage ab sofort die Gruppenunterkunft ALST im Gheid als Unterbringungsreserve zur Verfügung», teilt die Staatskanzlei mit. 

Im Bedarfsfall könnte der Kanton in der ALST auf 80 Plätze zurückgreifen. Die Betriebsaufnahme sei aktuell nicht geplant, heisst es. Sie soll nur in dem Fall erfolgen, «dass die oberirdischen Unterkünfte voll belegt sind und auch die Weiterverteilungsmöglichkeiten in kommunale Strukturen ausgeschöpft sind».

Die Anlage soll bis zu einer allfälligen Betriebsaufnahme der Stadt Olten zur Nutzung und Weitervermietung zur Verfügung stehen.

Verbesserung und Entspannung

Nach dem Entscheid des Verwaltungsgerichts steht dem Kanton Solothurn künftig auch die ehemalige Klinik Fridau in Egerkingen mit zirka 80 Plätzen als kantonales Durchgangszentrum zur Verfügung. «Mit der Fridau kann die aktuell schwierige Unterbringungssituation verbessert und entspannt werden», so der Kanton.

Die Asylgesuche - und damit die Zuweisungen durch den Bund an die Kantone – könnten allerdings kurzfristig stark ansteigen. Damit auch in diesen Situationen die Unterbringung weiterhin gewährleistet werden kann, muss der Kanton zusätzliche Reservestrukturen bereitstellen.