Olten
Statt Sushi gibts im ehemaligen Restaurant Pavillon nun Pasta, Pizza und Co.

Die zwei Jungunternehmer Pedro de Brito und Dennis Mensen starten mit dem Restaurant Fusio beim Oltner Sälipark. Sie wollen Gäste ansprechen, die mehr wollen als das herkömmliche Pasta- oder Pizzagericht.

Fabian Muster
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Die beiden Inhaber Pedro de Brito (links) und Dennis Mensen im neu umgebauten Restaurant Fusio.

Die beiden Inhaber Pedro de Brito (links) und Dennis Mensen im neu umgebauten Restaurant Fusio.

Patrick Lüthy

Es gibt sicher günstigere Momente, als mitten in der Coronakrise ein neues Restaurant zu eröffnen. Doch die beiden Jungunternehmer sehen in der Krise auch eine Chance: «Irgendwann ist die Pandemie vorbei und die Leute sehnen sich wieder danach, in einem schönen Lokal gut essen zu gehen», sagt der 28-jährige Dennis Mensen, der ursprünglich aus Berlin stammt.

Und sein 27-jähriger Geschäftspartner Pedro de Brito, der in Strengelbach aufgewachsen ist und schon lange ein Lokal in der Region gesucht hat, doppelt nach: «Wir haben den langfristigen Mietvertrag im vergangenen Frühling nach dem ersten Lockdown unterschrieben – zu für uns guten Bedingungen.» Wenn alle Verlängerungsoptionen gezogen würden, könnten die beiden mit ihrer zweiten «Fusio»-Filiale in Olten – nach jener in Oerlikon ZH – auch in 20 Jahren noch Gäste bewirten.

Mehrere Hunderttausend Franken investierten Mensen und de Brito mit ihrer Firma DM Smart Gastro GmbH in den Umbau des ehemaligen Restaurant Pavillon, welches nach dem ersten Lockdown nach sechs Jahren endgültig geschlossen hat. Das Interieur des Lokals für rund 200 Personen, davon die Hälfte drinnen, kommt neu im «Industriallook» daher, wie es Mensen bezeichnet: Es gibt viel unbehandelten Stahl, einiges Holz und einzelne Farbtupfer wie ganze Parmesankäselaibe oder hochgehängte Vespas, um das italienische Lebensgefühl beim Gast hervorzurufen.

Das neue Restaurant Fusio an der Von-Rollstrasse 25 in Olten.

Das neue Restaurant Fusio an der Von-Rollstrasse 25 in Olten.

Patrick Lüthy

Mit ihrem Gastrokonzept, alte Rezepte neu zu interpretieren – daher der Name «Fusio» –, will man Leute aus der Region und der weiteren Umgebung anziehen, die das Bedürfnis «auf eine gute italienische Küche im ansprechenden Ambiente» haben, sagt Mensen. So gibt es eine Jahreskarte mit Pizze, Pasta, Antipasti sowie Focacce, ergänzt mit saisonalen Gerichten.

Als Getränke führt man ausschliesslich italienischen Wein oder eines von zehn Bieren aus der ganzen Welt. Der Pizzateig wird auf neapoletanisch hergestellt: er ruht 72 Stunden und wird dann für 90 Sekunden bei 480 Grad Celsius gebacken, damit es die typischen Brandblasen und den luftigen Geschmack gibt. Die wichtigsten Zutaten wie Büffelmozzarella oder Schinken werden direkt aus Italien importiert; wo möglich, wird aber auch auf Schweizer Produkte zurückgegriffen. Das «Fusio» sehen die beiden Unternehmer im mittleren bis höheren Preisbereich.

«Bei uns gibts auf jeder Pizza Margherita echten Büffelmozzarella»,

sagt de Brito. Dementsprechend kostet diese über 20 Franken. Auf der teuersten Pizza für 38 Franken gibt es sogar frisches Thunfischfilet. Doch die Gäste sind nicht nur zum Essen willkommen. «Bei uns kann man auch nur mal einen Kaffee mit Gipfeli haben oder einen Cocktail trinken», sagt Mensen.

Die Terrasse vor dem Lokal hat Platz für rund 100 Gäste.

Die Terrasse vor dem Lokal hat Platz für rund 100 Gäste.

Patrick Lüthy

Am Freitag zur Mittagszeit startet «Fusio» im Coronamodus: Es gibt Pizze und Focacce zum Mitnehmen, auf der Terrasse und als Lieferung nach Hause, jeweils von Montag bis Sonntag, 11.30 bis 21 Uhr.

Dürfen auch die Innenräume wieder öffnen, ist das gesamte Angebot erhältlich. Das Lokal soll dann bereits ab 9 Uhr geöffnet sein. Samstags und sonntags wird dann zusätzlich ein Brunch à la Carte serviert.