Olten
So lasset denn das «Schatzkästlein» erklingen

Für und mit der Barockorgel in der Stadtkirche Olten fand ein Einweihungskonzert statt. Organist und Besitzer Francesco Pedrini spielte mit.

Urs Huber
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Francesco Pedrini an der nachgebauten Barockorgel.

Francesco Pedrini an der nachgebauten Barockorgel.

Bruno Kissling

Das Phänomen gehört zu den kleinen Mysterien des Lebens: In der Kirche spielt die Musik, bloss Musikerinnen und Musiker sind nicht so ohne weiteres zu entdecken. Das ist auch in der Oltner Stadtkirche nicht anders; vor allem dann nicht, wenn eine virtuos bespielte Barockorgel auf der Seitenempore mit einem Einweihungskonzert klanglich vorgestellt und willkommen geheissen wird. So geschehen am Donnerstagabend in der Oltner Stadtkirche.

Barockmusik von Frescobaldi bis Sammartinis

Das Ensemble «La Pedrina» mit Francesco Saverio Pedrini (amtierender Präsident des Vereins Bachkonzerte Olten), Plamena Nikitassova und Johannes Frisch an der Violine sowie Giulio Padoin am Cello spielte, so viel sei gesagt, gross auf. Barockmusik italienischer Komponisten von Girolamo Frescobaldi bis Giuseppe Sammartini war angesagt.

Denn exakt für ältere Musik nämlich soll diese Orgel wie geschaffen sein, wie Kenner jeweils zu verstehen geben, wenn sie von der Orgel als «wahres Schatzkästlein» berichten. Die Zuhörenden verabschiedeten das Ensemble nach knapp fünfviertelstündigem Konzert doch mit mehr als einem warmen Applaus.

Pedrinis Instrument, ein neuzeitlicher Nachbau einer aus dem 18. Jahrhundert stammenden Kastenorgel, hat in der christkatholischen Stadtkirche eine Bleibe gefunden. «Wir waren sehr daran interessiert, dem Instrument hier in Olten ein Daheim geben zu können», so Monique Rudolf von Rohr, Präsidentin der Christkatholischen Kirchgemeinde Region Olten, vor den rund 80 Gästen.

Auch wenn Irrungen und Wirrungen erst dazu führten, dass die Orgel in der St. Mauritiuskirche in Trimbach vorübergehend eine Bleibe fand: Schliesslich hielt das Instrument doch Einzug in der Stadtkirche.

Musik aus der Feder Bachs

Die christkatholische Kirchgemeinde beteiligte sich an den Umzugskosten von Trimbach nach Olten. «Wir sind auch den Trimbachern dankbar, dass sie die Orgel wieder haben ziehen lassen», so Rudolf von Rohr. Nun wartet das Instrument auf einen nächsten konzertanten Einsatz: vielleicht dann mit Musik aus der Feder Johann Sebastian Bachs.

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