Olten
Verträge für die Pumptrackanlage im Kleinholz sind unterzeichnet

Der Stadtrat von Olten hat vorbehältlich einer gültigen Baubewilligung mit dem Bike Club Olten eine Leistungsvereinbarung für den Betrieb einer Pumptrackanlage unterzeichnet. Baubeginn auf dem Gelände der ehemaligen Minigolfanlage soll im Herbst 2021 sein.

Urs Huber
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Die Pumptrackanlage im Kleinholz nimmt Gestalt an.

Die Pumptrackanlage im Kleinholz nimmt Gestalt an.

Zvg

Eine Gruppe von motivierten Oltnern startete vor rund zwei Jahren mit der Erarbeitung eines Grobkonzepts für eine Pumptrackanlage in Olten. Diese soll eine gut zugängliche, familienfreundliche Anlage sein, die Fahrern aller Altersgruppen die Möglichkeit gibt, diese Leidenschaft zu entdecken oder wieder zu entdecken.

«Ein Ort, welcher auch der grossen Community von Rollsportlerinnen einen Treffpunkt bietet»,

wie die Stadtkanzlei in einer Medienmitteilung schreibt. Fahrrad, Rollbrett, Trottinett und Skates als Sportgeräte, aber auch als Mittel zur individuellen Mobilität sollen im Zentrum stehen.

Es könnte im Frühling 2022 so weit sein mit der Pumptrackanlage im Oltner Kleinholz. «Wir möchten eigentlich noch im Herbst mit den Bauarbeiten beginnen», sagt Dominik Hug, Vorstandsmitglied im Bike Club Olten und Mitglied des Projektteams, auf Anfrage. Geht alles nach Plan, könnte die Anlage bereits im Frühling kommenden Jahres ihrer Bestimmung übergeben werden. «Das wäre natürlich unser Traumziel», so Hug. Was terminlich absolut ambitioniert tönt, ist aber zu relativieren: «Der Bau einer Anlage ist nicht eine Frage von Monaten, sondern von Wochen», erklärt Hug. Trotzdem: Mit Unwägbarkeiten wie etwa negativen Wettereinflüssen müsse natürlich immer gerechnet werden.

430000 Franken an Investitionen warten

Die Initianten rechnen für die Erstellung der Pumptrackanlage mit Betriebsgebäude auf dem Gelände der einstigen Minigolfanlage mit Investitionen von rund 430000 Franken. «Einen Teil der Summe gedenken wir über Crowdfunding zu generieren», sagt Hug. Zudem sind aber auch private Sponsoren bereit, das Projekt finanziell zu unterstützen. «Wir haben gute und sehr erfreuliche Kontakte knüpfen können», sagt Hug. Als das Projekt ruchbar wurde, seien gar Geldgeber an die Initianten der Pumptrackanlage herangetreten. «Zum Teil sind auch schon Gelder geflossen», so ein zuversichtlicher Dominik Hug.

Zu Leistungsvereinbarung und Pachtvertrag mit der Einwohnergemeinde Olten meint er: «Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt.» Die Stadt Olten habe das Projekt von Anfang an unterstützt. Dass es nun gelungen sei, in relativ kurzer Zeit die nötigen, rechtlichen Grundlagen zu schaffen, zeige, dass der Stadtrat an die Idee glaube und vom Nutzen einer Sportanlage für den Rollsport überzeugt sei.

Bodenwellen und Steilwandkurven

Ein Pumptrack ist eine bis zu zwei Meter breite Piste aus Bodenwellen und Steilwandkurven. Ihre Nutzenden: Blader, Scooter, Biker und Skater. Die Bodenwellen werden genutzt, um durch schwungvolle Bewegungen Geschwindigkeit zu generieren, sodass die ganze Runde beliebig oft gefahren werden kann, ohne dabei pedalieren zu müssen. Wird ein Pumptrack richtig gebaut, besteht zudem die Möglichkeit, dass fortgeschrittene Fahrer, anstatt nur zu rollen, von Bodenwelle zu Bodenwelle springen können. Die ersten pumptrackähnlichen Anlagen tauchten übrigens vor 40, 50 Jahren in den USA auf.

Gemäss Medienmitteilung soll die Nutzung der Anlage für die Bevölkerung kostenlos sein. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung für eine regelmässige Nutzung des Pumptracks als niederschwelliges Freizeitangebot. Dieser Umstand mache die Vereinbarung «sinnvoll und zweckmässig». Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Situierung der Anlage nahe den Sportanlagen möglich wurde.

Stadt erlässt Pachtzins

Die Stadt erlässt den Pachtzins von jährlich gut 19000 Franken und sorgt weiterhin für den fachgerechten Unterhalt der bestehenden Bäume auf dem Areal durch den städtischen Werkhof. Diese Gegenleistung bewertet die Stadt mit rund 5500 Franken jährlich.