Olten
Neuer Spielplatz beim Oltner Sälischulhaus: «Dieser Ort ist sensationell»

Im Sälischulhaus Olten freut man sich über das Pausenvergnügen. In der ersten Schulwoche gehört’s Kindergartenkindern sowie 1.- und 2.-Klässlern.

Urs Huber
Drucken
Teilen
Auf dem Spielplatz Sälischulhaus in Olten lassen sich noch Abenteuer erleben.

Auf dem Spielplatz Sälischulhaus in Olten lassen sich noch Abenteuer erleben.

Patrick Luethy

Er löst schier Begeisterungsrufe aus, der neue Spielplatz im Süden des Sälischulhauses, dessen Pendant eben im Norden der Schulanlage entsteht. Eigentlich hätte er im Juni schon seiner Bestimmung übergeben werden sollen. Aber was ist in diesen Zeiten eigentlich noch normal. Die offizielle Eröffnung fiel erst Corona und dann dem miesen Wetter zum Opfer.

Aber: Kinder nehmen in Beschlag, was ihnen geboten wird. Eröffnung hin oder her. Inzwischen ist man übereingekommen, die offizielle Eröffnung allenfalls dann durchzuführen, wenn auch der Spielplatz im Norden der Anlage fertiggestellt ist. Das dürfte im Herbst der Fall sein.

Die Kinder jedenfalls sind begeistert vom Spielplatz und wissen gar, was mit dem Gebilde anzustellen ist, welches einem Vogelnest gleicht. «Das brauchen wir, wenn wir ‹Vögel› spielen», sagt eine aufgeweckte 1.-Klässlerin.

Nur positive Erfahrungen mit dem Platz

«Dieser Spielplatz ist sensationell», sagt auch Lehrerin Brigitte Roser. «Unsere Erfahrungen sind ausgesprochen positiv.» Zum einen eben, weil der Spielplatz dazu animiert, zu spielen beziehungsweise sich zu bewegen, zum andern aber auch die soziale Komponente zum Klingen bringt. «Es lassen sich vermehrt Gruppenbildungen ausmachen», so Roser. Wohl weil der Spielplatz seine ganze Wirkung nur dann entfaltet, wenn man verschiedene Aufgaben auch auf verschiedene Personen verteilen kann.

«Das merkt man sehr gut am Beispiel des Wasserhahns, wo die Kinder Wasser schöpfen, welches andere weiter unten zum Bauen mit Sand verwenden»,

sagt die Lehrerin. Einer ruft, die andere gibt Wasser.

Bauen mit Sand hat seinen Preis

«Manchmal sind die Kinder über und über bedeckt damit», lacht Brigitte Roser. Da müsse man jeweils eingreifen, damit der Sand draussen bleibt. Inzwischen kommen einige Kinder gar mit Gummistiefeln zur Schule. Das könnte auch mit dem Sand und dem Wasserspiel in Zusammenhang stehen.

In der ersten Schulwoche gehört der Spielplatz den Kindergartenkindern, den 1.- und 2.-Klässlern. Dieser Zeitabschnitt nennt sich heutzutage Zyklus 1. Diese Praxis ist natürlich eine unter Berücksichtigung von Corona-Empfehlungen getroffene Lösung. Keine grössere Ansammlung von Kindern halt. «In der kommenden Woche ist der Platz dann für die Kinder der 3. bis 6. Klasse vorgesehen», sagt Brigitte Roser. Sind erst mal beide Spielplätze eingerichtet, ist keine eigentliche Trennung mehr vorgesehen.

Bislang rund 3000 Quadratmeter umgestaltet

Die Begeisterung für den Spielplatz kann vielleicht auch damit erklärt werden: Die Schulkinder wurden bei der Planung einbezogen. Im Übrigen entstand das Projekt in Zusammenarbeit der Direktionen Bildung und Sport sowie Bau. Für Spielplatz, Schulgarten und Aussenklassenzimmer bis zur 4. Klasse steht eine Fläche von rund 3000 Quadratmeter zur Verfügung. Der im November 2017 vom Gemeindeparlament gesprochene Kredit von 600'000 Franken (im Rahmen der Budgetdebatte 2018) wird gemäss Kurt Schneider, Leiter Direktion Bau, eingehalten werden können.

Aktuelle Nachrichten