Olten
Leerstehendes Haus brennt erneut – um Glutnester zu eliminieren, ist ein Kran im Einsatz

An der Ziegelfeldstrasse in Olten musste am Freitagabend die Feuerwehr anrücken. Und zwar zu einem Einsatz in einem leerstehenden Reiheneinfamilienhaus, das schon am Donnerstag brannte.

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Die Meldung zum Brand ging ungefähr um 16.30 Uhr bei der Polizei ein. Die Feuerwehr war rasch vor Ort. Im Gegensatz zum Brandfall am Donnerstag, gab es am Freitag eine starke Rauchentwicklung, wie Fotos von Lesern zeigen. Die Ziegelfeldstrasse wurde für die Löscharbeiten gesperrt. Es gab keine Verletzten.

Rauch steigt aus dem Dach.
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Die Strasse wurde gesperrt.

Rauch steigt aus dem Dach.

Leserreporter

Einsatzleiter Rolf Friedli war mit einem Fahrschüler unterwegs, als er am Haus vorbeifuhr und sah, dass schon wieder Rauch aus dem Dach stieg. «Wir haben umgekehrt, alarmiert und sind direkt in den Einsatz», sagt er gegenüber TeleM1.

Die Schwierigkeiten des Einsatzes: Das Haus sei sehr verwinkelt und mit alten Decken und Holzverkleidungen ausgestattet. Rund 25 Feuerwehrleute waren laut Friedli im Einsatz. An gewisse Glutnester in den Böden sei man gar nicht herangekommen. «Auch die Gefahr eines Einsturzes durch die durch das Löschwasser gesättigten Böden war gross», so der Einsatzleiter.

Damit die Glutnester eliminiert werden können und das Haus am Wochenende nicht weiter brennt, fuhr noch am Abend ein Kran vor und es wurde mit dem Abbruch des Hauses begonnen.

Präzisierung

Eigentümer distanziert sich von Brandstiftung

Diese Zeitung berichtete, dass es sich bei den beiden Bränden vom 11. und 12. März im selben Gebäude an der Oltner Ziegelfeldstrasse um Brandstiftung handeln könnte, durch welche der Eigentümerschaft allenfalls ein Vorteil im hängigen Verfahren erwachse. Dabei war in der Onlineausgabe auch von «warmer Sanierung» die Rede. Die Eigentümerschaft lässt in einem Schreiben via einer Oltner Anwaltskanzlei an die Redaktion ausrichten, dass sie «in keinster Weise mit dem Brand etwas zu tun» habe und distanziert sich von solchen Gerüchten. Die Anwaltskanzlei prüft gegenwärtig, ob gegen die Verbreitung solcher Mutmassungen Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht werden soll. (otr)

Pläne für Überbauung

An die Stelle der eingeschossigen Doppeleinfamilienhäuser aus dem späten 19. Jahrhundert zwischen der katholischen Kirche St. Martin und der Ziegelfeldstrasse soll ein sechsgeschossiger Gebäudeteil treten, gegliedert in einen eingeschossigen Sockel und einen fünfgeschossigen Aufbau, in welchem sich Wohnungen befinden. Von rund 60 Wohnungen ist die Rede.

In der Nachbarschaft kursieren Gerüchte über eine warme Sanierung, also Brandstiftung. «Die Ursache beider Brände ist noch unklar», heisst es bei der Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage. (ldu)

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