Gemeindeparlamentswahlen
"Olten jetzt!" holt auf Anhieb vier Mandate – alle grossen Parteien verlieren Sitze

Die neue Oltner Gruppierung "Olten jetzt!" holt bei den Parlamentswahlen gleich 4 Sitze und erreicht somit Fraktionsstärke. Alle grossen Parteien verlieren im verkleinerten Gemeindeparlament massiv Sitze. Zulegen kann einzig die Junge SP von 1 auf 3 Sitze.

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Das neue Gemeindeparlament zählt nur noch 40 statt wie bisher 50 Sitze.

Das neue Gemeindeparlament zählt nur noch 40 statt wie bisher 50 Sitze.

Bruno Kissling

Die neue Zusammensetzung des von 50 auf 40 Mitgliedern reduzierten Oltner Gemeindeparlaments ist bekannt: Hier haben die SP (bisher 13 von 50 Mandaten) und die FDP (bisher 12 Mandate) mit je 9 Mandaten die stärksten Vertretungen. Es folgen die SVP mit 5 (bisher 7) Mandaten, Olten jetzt! (neu), die Grünen (bisher 6) und die CVP (bisher 7) mit je 4 Mandaten, die Junge SP Region Olten (bisher 1) mit 3 Mandaten und die Grünliberalen (bisher 2) und die EVP (bisher 2) mit je 1 Mandat.

Fünfzehn der bisherigen Mandatsträgerinnen und -träger wurden abgewählt. Sechs Bisherige hätten aufgrund der Ratsverkleinerung ohnehin weichen müssen. Da insbesondere «Olten jetzt!» und die Junge SP Region Olten mit ihren Sitzgewinnen für einen Umbruch sorgten, sind ab sofort folgende Personen nicht mehr im Rat vertreten:

Ernst Eggmann und Anton Brügger (alle SVP), Sonja Bossart Meier, Moritz Segna und Nenad Skalonja (alle CVP), Beate Hasspacher und Raphael Schär (beide Grüne), Luc Nünlist, Paul Dilitz, Gökhan Karabas und Fritz Buser (alle SP), Max Pfenninger, David Tschan, Markus Wyss (alle FDP) und Christian Ginsig (Grünliberale),

Für die in den Stadtrat gewählte Marion Rauber (SP) steht mit Andrea Leonhardt Mohr ein neues Gesicht zuoberst auf der Ersatzliste. Den Sprung in den Gemeinderat schafften zudem folgende Neulinge: Reto Grolimund, David Plüss (beide FDP), Beat Felber (CVP), Simon Gomm, Corina Bolliger (beide JSP Region Olten), Daniel Kissling, Laura Schöni, Tobias Oetiker, Denise Spirig (alle «Olten jetzt!»).

Die Stimmbeteiligung bei den Parlamentswahlen betrug 37,22 Prozent. Die neue Amtsperiode beginnt am 1. August 2017. (yas)