Faustball
Olten ist zu gut für die NLB, aber nicht bereit für die NLA

Nach sechs Siegen aus sechs Spielen führen die Oltner Faustballer aktuell die NLB-Westgruppe als Leader an. Die makellose Bilanz ist nichts Neues für die Oltner. Vom Aufstieg träumt das Team aber nicht.

Raphael Wermelinger
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Marco Campigotto an der Heimrunde vom letzten Wochenende.

Marco Campigotto an der Heimrunde vom letzten Wochenende.

Remo Fröhlicher

Nach sechs Siegen aus sechs Spielen führen die Oltner Faustballer aktuell die NLB-Westgruppe als Leader an. Die makellose Bilanz ist nichts Neues für die Oltner. In der vergangenen Saison gewannen sie alle 16 Qualifikationsspiele. Dennoch ist FBO-Spieler Marco Campigotto überrascht, dass es auch heuer von Anfang an so gut läuft: «Unsere Vorbereitung war nicht optimal.

Beide Vorbereitungsturniere, an denen wir traditionell teilnehmen, mussten wegen schlechtem Wetter abgesagt werden», begründet der 24-Jährige seine anfänglichen Zweifel. «Im ersten Saisonspiel wartete dann mit dem Kantonsrivalen Neuendorf gleich der wohl grösste Brocken. Es war wichtig, dass wir mit einem Sieg starten konnten.»

Nach dem 3:2-Derbysieg zum Auftakt kamen die Oltner in der Folge immer besser in Fahrt: Staffelbach (3:0), Deitingen (3:0), Alpnach (3:0), Oberentfelden (3:1) sowie Tecknau (3:1) zogen allesamt klar den Kürzeren gegen Olten.

«Wir haben seit Jahren den gleichen Kern im Team und verstehen uns blind auf dem Feld», nennt Campigotto das Erfolgsrezept. Er selbst spielt bereits seit 13 Jahren für Olten. Auch die Mischung der Mannschaft stimmt laut Campigotto: «Mit Stephan Gugerli und Thomas Gysin haben wir zwei starke Routiniers, auf der anderen Seite gibt es aber auch junge Spieler, die sich mehr und mehr aufdrängen und die wir in die erste Mannschaft integrieren.»

Obwohl Olten in der NLB seit mehreren Jahren kaum mal ein Spiel verliert, wird der Aufstieg in die NLA auch in der laufenden Saison nicht mit letzter Konsequenz angestrebt. «Wir wären wohl nicht bereit für eine NLA-Saison.

Vor allem hätten wir zu wenig Spieler, welche die Zeit aufbringen könnten, richtig mitzuziehen in der NLA», stellt Campigotto klar. Das war schon in der letzten Saison der Fall, als Olten in den Aufstiegsspielen für die NLA erfolglos blieb. «Wir spielten gegen ein Team, das unbedingt rauf in die NLA wollte und gegen eines, das unbedingt oben bleiben wollte», blickt Campigotto zurück. «Bei uns stimmte die Tagesform nicht, in erster Linie fehlte aber auch der unbedingte Willen.»

Der erste Platz in der NLB-Westgruppe und der Einzug in die Aufstiegsspiele ist trotzdem auch in der laufenden Saison wieder das Ziel der Oltner. «Ich will nicht arrogant klingen, doch wenn sich nicht drei Spieler verletzen oder sonst etwas passiert, holen wir den ersten Platz in der Westgruppe. Den Rest lassen wir dann auf uns zukommen. Über das konkrete Saisonziel haben wir in der Mannschaft noch gar nie gesprochen.»

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