Olten
«Es ist einfach alles nass und es stinkt»: Bewohnerin berichtet nach Brand im Dachgeschoss

In einem Mehrfamilienhaus an der Kreuzstrasse in Olten kam es in der Nacht auf Donnerstag zu einem Brand. Das Haus ist zurzeit nicht mehr Bewohnbar, den Bewohnern geht es soweit gut.

Sophie Deck
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Das Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses stand komplett in Flammen.

Das Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses stand komplett in Flammen.

Kapo So

Deniz Kadioglu sass gerade am PC, als er einen Knall hörte:

«Als ich aus dem Fenster schaute, habe ich gesehen, dass beim Nachbar die Flammen aus dem Fenster kommen»,

erzählt er. Sein Nachbarhaus an der Kreuztrasse in Olten brannte. Er wählte sofort den Notruf – das war kurz vor 0.30 Uhr in der Nacht auf Donnerstag.

Sofort rückten Polizei, Feuerwehr und Ambulanz zum Brandort aus. Als sie ankamen, stand der Dachstock bereits in Flammen. Dazu hatte es nur ein paar Minuten gebraucht.

TeleM1

Den Teddybären aus den Flammen gerettet

Die Bewohnerinnern und Bewohner des brennenden Mehrfamilienhauses hatten das Gebäude bereits selbständig verlassen. Eine von ihnen war Trudi Stadelmann, die in der Panik noch ihren 60 Jahre alten Teddybären rettete:

«Ich bin einfach geweckt worden und aus dem Haus gerannt»,

sagt sie gegenüber dem TV-Sender Tele M1. Die Anwohnerschaft der umliegenden Häuser wurde von der Polizei evakuiert.

Der Brand konnte vollständig gelöscht werden. Dazu arbeiteten die Feuerwehren Olten und Schönenwerd zusammen. Derzeit kann das Haus aber nicht mehr bewohnt werden. «Der Dachstock könnte einstürzen», erklärt Kommandant Philipp Stierli der Feuerwehr Olten. Die Feuerwehr musste gewisse Teile im Haus abbrechen, damit die Nachlöscharbeiten gemacht werden konnten. Dies, weil die Wände und Böden im Haus nun voller Wasser sind.

«Es ist einfach alles nass und es stinkt», sagt Trudi Stadelmann. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses sind alle bei Freunden und Verwandten untergekommen. Die Brandnacht durften sie im Pfarrsaal der katholischen Kirche St. Marien verbringen. Auch Seelsorgerin Antonia Hasler war vor Ort.

Ernsthaft verletzt wurde niemand: Ein Hausbewohner, der noch versuchte, das Feuer zu löschen, sowie ein Feuerwehrmann wurden mit einer leichten Rauchvergiftung ins Spital eingeliefert.

Die Brandursache ist noch unklar. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Franken.

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