Olten
Der Gestaltungsplan neben der Oltner St.-Martinskirche wurde aufgehoben – jetzt sagt der Investor: «Das Projekt ist nicht gestorben»

Das Verwaltungsgericht hob den Gestaltungsplan neben der Oltner St.-Martinskirche auf, weil die Überbauung zu wuchtig geworden wäre. Der Investor zieht das Urteil nun nicht ans Bundesgericht weiter.

Fabian Muster
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So hätte das Projekt ausgesehen, das nun so nicht realisiert wird.

So hätte das Projekt ausgesehen, das nun so nicht realisiert wird.

zvg

«Das planerische Ganze ist, so wie es vorliegt, unzulässig, weil es zu stark aufzont und damit die Kirche (und die drei Häuser an der Ringstrasse 30, Bleichmattstrasse 2 und 4) beeinträchtigt, konkurrenziert, ja von Norden her geradezu bedrängt und dominiert.»

Dies ist das vernichtende Urteil des Solothurner Verwaltungsgerichts über das Bauprojekt an der Bleichmatt- und Ziegelfeldstrasse in der Oltner Innenstadt. Nun ist klar, dass der Investor das Urteil nicht an die nächsthöhere Instanz weiterzieht: «Das Bundesgericht entscheidet nicht inhaltlich, sondern nur in Verfahrensfragen», begründet Peter Frei den Beschluss.

Sein Architekturbüro aus Aarau wollte auf dem Gebiet neben der St.-Martinskirche eine Überbauung mit rund 60 Wohnungen realisieren. «Das Projekt ist nicht gestorben», unterstreicht er. Aber es sei klar, dass es redimensioniert werden müsse und dies folglich zu weniger Wohnungen führen werde.

Es gehe nun darum, wie das Projekt so angepasst werden könnte, das es bewilligungsfähig sei. Derzeit sei die Analyse noch im Gang. Bis Ende März will Peter Frei aber Klarheit schaffen, wie es weitergehen soll. Ob bei der Anpassung des bisherigen Projekts auch mit dem erfolgreichen Beschwerdeführer Kontakt aufgenommen wird, ist noch nicht bestimmt.

Ein Wörtchen bei der Neuauflage des Projekts mitzureden hat auch die römisch-katholische Kultusstiftung Olten, der das Grundstück gehört, auf der sich die St.-Martinskirche befindet. Auf Anfrage sagt deren Präsident Urs Reinhard:

«Es wäre aussichtslos gewesen, vor Bundesgericht zu gehen.»

Wie es mit dem Projekt weitergehen soll, sei aber noch nicht ausgehandelt. Im Projekt vorgesehen war auch ein Ersatzbau für den angestrebten Abriss des Nebengebäudes an der Ringstrasse 34, dem ehemaligen Pfarreiheim.