Umweltlabel

Olten behält Energiestadt-Label – und schneidet so gut ab wie noch nie

Olten ist eine Energiestadt.

Olten ist eine Energiestadt.

Olten darf sich für weitere vier Jahre als Energiestadt bezeichnen. Die Stadt hat die Erneuerung des Umweltlabels mit 67 Prozent aller möglichen Punkte bestanden. Das ist eine so hohe Zahl wie noch nie.

Seit 2004 ist Olten Energiestadt. Damals startete man mit 56 Prozent von allen möglichen Punkten. Um das Label zu erhalten, muss eine Gemeinde mindestens 50 Prozent aller möglichen Punkte erfüllen. Adrian Balz, Leiter Baudirektion, relativiert allerdings die Zahlenspielerei: «Wir sind nicht bei der Energiestadt dabei, um eine möglichst hohe Prozentzahl zu holen, sondern um die Stadt auf Nachhaltigkeit auszurichten.» Die Etikette Energiestadt unterstreicht, dass Gemeinden erneuerbare Energie, umweltverträgliche Mobilität und eine effiziente Nutzung der Ressourcen fördern.

In der Begründung des Energiestadtberaters für die Bewertung heisst es, dass «Olten eine vorbildliche Abfallvermeidungsstrategie verfolgt und ehrgeizige und innovative Ziele für die Mobilitäts- und Verkehrsplanung hat». Ein Beispiel dafür ist etwa der in Ausarbeitung stehende städtische Mobilitätsplan. Zudem investiere die Stadt viel Geld in die energetische Sanierung der eigenen Liegenschaften und erreiche dadurch eine verbesserte Energie-
bilanz. Beispiele sind das sanierte Sälischulhaus, das rund 60 Prozent weniger Energie braucht als vorher, oder das kürzlich renovierte Stadthaus. Zudem werde die Strassenbeleuchtung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betrieben.

Im nächsten Vierjahresprogramm von 2017 bis 2020 hat sich die Stadt zudem weitere Ziele gesetzt. Man wolle zusammen mit dem Energieversorger Städtische Betriebe Olten prüfen, ob die Strassenbeleuchtung nachts gedimmt werden könne. Auch ein Holzschnitzel-Wärmeverbund zusammen mit der Bürgergemeinde Olten soll in Erwägung gezogen werden, damit die Bürger das Holz ihres Waldes besser nutzen.

Zudem gibt es in der Stadt das Projekt Nachhaltig, angesiedelt bei Stadtentwickler Markus Dietler: Damit sollen grössere gemeindeeigene Projekt darauf untersucht werden, ob sie wirklich nachhaltig genug sind. Laut Adrian Balz ergeben sich für die Stadt nur Vorteile durch das Label Energiestadt: Man erhalte Zugang zu Förderprogrammen, bekomme Subventionen vom Bund und könne erst noch darüber sprechen, was man Gutes tue. «Die Energiestadt gibt uns mehr Geld zurück, als wir für das Label investieren.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1