Olten
Aufwärtstrend bei der Anlaufstelle für einheimische Vögel

Der «Vögeligarten» der Stadt Olten schaut auf ein Jahr voller Herausforderungen zurück. Es wurden so viele Vögel wie noch nie eingewiesen. Deswegen stellte der Förderverein eine neue Mitarbeiterin ein.

Rebecca Rutschi Jetzt kommentieren
Merken
Drucken
Teilen
Frühlingsgefühle zwischen zwei Bewohner des «Vögeligartens». Die beiden australischen Wellensittiche geben für die Zuschauenden am Aussengehege ein «härziges »Bild ab.

Frühlingsgefühle zwischen zwei Bewohner des «Vögeligartens». Die beiden australischen Wellensittiche geben für die Zuschauenden am Aussengehege ein «härziges »Bild ab.

Bruno Kissling / Oltner Tagblatt

Von aussen betrachtet verlief das vergangene Jahr relativ ereignislos für die Vogelvolière hinter der Friedenskirche. Nur vor den Aussengehegen stellte sich regelmässiger Besuch ein – die drei im Sommer hinzugekommenen exotischen Chukarhühner, die sonst im Balkan heimisch sind, erregten dabei besonders Aufmerksamkeit.

Abgesehen davon fielen aber alle Tage der offenen Tür und Führungen der Coronapandemie zum Opfer und der Ferienpass wurde ebenso abgesagt. Keine Besuchende sahen die Räumlichkeiten der städtischen Volière von innen. Infolgedessen seien die Einnahmen auch entscheidend gesunken, berichtet der Volièreverein in einer Mitteilung. Der Verein werde für das aktuelle Jahr deswegen besondere Anstrengungen unternehmen müssen, um die finanzielle Situation wieder «unter Kontrolle bringen zu können».

Als ereignislos kann man das Jahr jedoch trotz den fehlenden Veranstaltungen nicht bezeichnen. Ende 2020 hat die Vogelwarte Sempach in einer Medienmitteilung verlauten lassen, dass rund 1700 Vögel auf die Pflegestation der Schweizerischen Vogelwarte gebracht wurden. «So viele wie noch nie». Ein ähnliches Bild weise auch die Regionale Anlaufstelle für einheimische Vögel in Olten auf, heisst es in der Mitteilung des Volièrevereins weiter. Dort wurden im vergangenen Jahr 270 Vögel aufgenommen. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung von 57 Prozent.

Als Spitzenreiter taten sich 53 Haussperlingen hervor, welche in die Anlaufstelle eingewiesen wurden. Ihnen folgten mit den zweitmeisten Einweisungen 25 Amseln. Die Anlaufstelle pflegte insgesamt 37 verschiedene einheimische Vogelarten.

Langjährige Mitarbeiterin der Volière, Tierpflegerin Astrid von Wartburg, beim Füttern der Vögel.

Langjährige Mitarbeiterin der Volière, Tierpflegerin Astrid von Wartburg, beim Füttern der Vögel.

Bruno Kissling / Oltner Tagblatt

Das Ausmass, das die Oltner Anlaufstelle damit annahm, habe dadurch nicht mehr von einer einzelnen Fachperson getragen werden können. Der Volièreverein hat sich aus diesem Grund trotz finanziellen Nöten entschieden, eine zweite Fachperson einzustellen. So kam vor kurzem Sandra Schmidt, Tierpflegerin und Falknerin, als neue Mitarbeitende in die Städtische Volière und ergänzt die Arbeit der Pflegerin Astrid von Wartburg. Die beiden werden zudem von Zivildienstleistenden und ungeschulten freiwilligen Arbeitskräften unterstützt.

0 Kommentare