Olten
Aare Energie AG: Biogas-Anteil und Solarenergie-Anteile erhöht

Die Aare Energie AG in Olten (a.en) baut die unter erneuerbaren Bedingungen produzierte Energiemenge aus.

Urs Huber
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Der Solarenergieanteil wird bei der a.en stetig erhöht.

Der Solarenergieanteil wird bei der a.en stetig erhöht.

Benjamin Manser (Archiv)

Welchen Strom beziehe ich? Der sogenannte Lieferanten- und Produktemix gibt Auskunft darüber, wie sich die einzelnen Produkte für die Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung zusammensetzen.

Den von der a.en gelieferten Standardstrom erhalten 83 Prozent aller Kundinnen und Kunden. Er ist zu 100 Prozent erneuerbar und enthält unter anderem 6 Prozent einheimische Solarenergie.

Der AareStrom plus stammt mehrheitlich aus regionalen Aarekraftwerken und beinhaltet 15 Prozent Solarenergie. Bei beiden Produkten wurde der Solaranteil im vergangenen Jahr erhöht, wie die a.en in einer Medienmitteilung schreibt.

Eine Neuheit im Programm

Erstmals in der Stromkennzeichnung erfasst ist der Oltner Solarstrom, bei welchem sich Kundinnen und Kunden im Beteiligungsmodell ihren Anteil Solarstrom mit «eigenen» Panels sichern können. Damit wird im Durchschnitt ca. 35 Prozent des persönlichen Strombedarfs gedeckt; die «Ergänzungslieferung» stammt aus Schweizer Wasserkraft.

Insgesamt sind gemäss Medienmitteilung der a.en in der Stadt Olten per Ende 2020 83 Fotovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 2,2 MW ans Netz angeschlossen. Sechs grössere PV-Anlagen mit einer Leistung von gegen 1 MW betreibt die a.en, wovon drei letztes Jahr realisiert wurden. Der Oltner Solarstrom stammt vom Dach des Sälischulhauses und von zwei Anlagen am Hausmattrain; von total 389 Panels waren Ende Jahr 335 Panels «verkauft». Aktuell sind noch wenige verfügbar.

Der Biogas-Anteil im Standardprodukt für Privat- und Haushaltkunden (Heizleistung bis 100 kW) wurde 2020 in zwei Schritten preisneutral auf 25 Prozent erhöht. 96 Prozent aller Kundinnen und Kunden liegen innerhalb dieses Produkte­segmentes. Weitere Ausbauschritte auf 30 Prozent im Standardprodukt werden geprüft und sollen bald realisiert werden können. Gleichzeitig wurde das «Upgrade»-Produkt von 30 auf 50 Prozent erhöht, der Preis für 100 Prozent Biogas gesenkt und der Biogasanteil an den eigenen Gastankstellen auf 20 Prozent erhöht.

Drin ist, was draufsteht

Die Strom- und Gasbuchhaltung der a.en wird – wie eine Finanzbuchhaltung – durch eine externe Stelle, die Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme (SQS), überprüft. Anhand von Audits und Nachweisen wird die Korrektheit der definierten Strom- und Gasprodukte festgestellt, so dass wirklich auch «drin ist, was draufsteht», wie die a.en weiter schreibt. Die jährliche Stromkennzeichnung zeigt, woher der gelieferte Strom stammt beziehungsweise wie er produziert wurde. Diese gesetzlich vorgeschriebene Publikation für das Jahr 2020 wird die a.en den nächsten Rechnungen an ihre Oltner Stromkundinnen und -kunden beilegen.

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