Olten
20 Musiker aus aller Welt wirkten mit: André Kunz hat ein neues Album veröffentlicht

In seiner Karriere hat der Oltner André Kunz mit vielen Musikern aus der ganzen Welt zusammengearbeitet. Mit seinem Album «Sweet Soul» will der Gitarrist und Komponist diesem Aspekt Tribut zollen.

Denise Donatsch
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Für seine jahrelange Arbeit als Musiker wird André Kunz am 6. Juni 2021 mit dem Anerkennungspreis der Stadt Olten ausgezeichnet. Sein neustes Album «Sweet Soul» wurde vor kurzem veröffentlicht und verspricht internationalen Hörgenuss.

Für seine jahrelange Arbeit als Musiker wird André Kunz am 6. Juni 2021 mit dem Anerkennungspreis der Stadt Olten ausgezeichnet. Sein neustes Album «Sweet Soul» wurde vor kurzem veröffentlicht und verspricht internationalen Hörgenuss.

Denise Donatsch

Es sei seine bis anhin ambitionierteste Produktion gewesen, weswegen er sich viel Zeit gelassen habe, erklärt der Oltner Musiker André Kunz. 2018 nahm er das Projekt neues Album in Angriff und hörte erst wieder auf, als sein Werk exakt so klang, wie er es haben wollte. Um dies zu erreichen, arbeitete der kreative Kopf mit Instrumentalisten zusammen, welche über den ganzen Globus verteilt leben.

«Von gewissen Musikern wusste ich einfach: Die will ich auf dem Album haben.»

Aus logistischen und finanziellen Gründen sei es nicht möglich gewesen, die 20 mitwirkenden Musiker – aus sieben unterschiedlichen Nationen und von vier Kontinenten – in die Schweiz einzuladen. Dank moderner Technik sei es aber dennoch machbar gewesen, über diese grossen Distanzen hinweg zusammenzuarbeiten.

Endbearbeitung geschah in den USA

Die «Basic-Tracks», also eine Pilotversion der neuen Songs, die den Mitmusikern als Vorlage diente, nahm Kunz in der Schweiz auf. Im Anschluss wurden die Songs an die multikulturelle Musikertruppe verschickt, damit die sich ein Bild von ihren «Parts» machen und diese einspielen konnten. Gemeinsam mit Produzent Kriz Flew aus Zürich wurde das neue Album «Sweet Soul» schliesslich abgemischt und fertiggestellt. Für die Endbearbeitung der Songs entschied sich Kunz für Ron Boustead, eine amerikanische Koryphäe, welche bereits mit Grössen wie Prince oder Madonna zusammengearbeitet hatte. Kunz ging es bei dieser Entscheidung um die Klangästhetik seines Albums, welche klar amerikanisch geprägt sein sollte.

«Die Schweiz mit meiner Musik in die Welt hinaustragen oder die Welt in die Schweiz», das sei sein Ziel. Die unterschiedlichen Stile und kulturellen Hintergründe würde man der Scheibe anhören. Auf dem Album, welches auf allen bekannten Kanälen und auf Kunz’ Website erhältlich ist, seien aber auch Schweizer Musikergrössen zu hören wie beispielsweise der Lostorfer Saxofonist Fabian Capaldi.

Wieso nicht mal in Buenos Aires auftreten?

«Auch wenn es vielleicht nach einem Klischee klingt: Musik ist die Sprache, die von allen Nationen verstanden wird und die zwischen den Menschen Brücken bauen kann.» Kunz fände es ausserdem «cool», wenn seine Musik auch in anderen Ländern als in der Schweiz gespielt wird. Für den Weltenbummler, der in seiner Vergangenheit viel gereist ist und rund fünf Jahre in den Vereinigten Staaten gelebt hat, ist es darum auch denkbar, im Ausland Konzerte zu spielen. «Wieso nicht mal in Buenos Aires mit dem Projekt auftreten?» Seine Musik, gerade auch weil sie rein instrumental ist, würde überall verstanden.

Eingängig, aber nicht simpel

Trotz der verschiedenen Einflüsse sei Kunz’ Handschrift jedoch unverkennbar – und das Album klinge so, wie es heisse. «‹Sweet› bedeutet für mich ‹schön›, aber mit Seele.» Die Kompositionen, die sich zwischen Smooth-Jazz und West-coast-Sound bewegen, beschreibt Kunz als gefühlvoll und eingängig; simple Musik sei es aber nicht.

Von seinen Songs, die alle eine eigene Geschichte erzählten, wünscht sich Kunz ausserdem, dass die Leute Gänsehaut bekommen. Für sein jahrelanges musikalisches Wirken wird Kunz am 6. Juni mit dem Anerkennungspreis der Stadt Olten geehrt.

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