Olten
14 Büros dürfen ihre Ideen für das Kunstmuseum einreichen

Insgesamt 98 Büros haben sich in der Präqualifikation für den Anfang Jahr ausgeschriebene Projektwettbewerb «Kunstmuseum Olten und Wohn- und Geschäftshaus» beworben. Eine neunköpfige Jury hat nun 14 Büros für den eigentlichen Wettbewerb ausgelesen.

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Was ist in diesen Gebäuden möglich?

Was ist in diesen Gebäuden möglich?

Bruno Kissling

Das Gemeindeparlament der Stadt Olten hat im September 2020 beschlossen, dass das Kunstmuseum an der Kirchgasse bleiben, aber von der stark sanierungsbedürftigen Nummer 8 ins Nachbarhaus Kirchgasse 10, das ehemalige Naturmuseum, wechseln soll. Als Raumbedarf wurden 1600 m2 Nutzfläche definiert.

Das sanierungsbedürftige Gebäude Kirchgasse 8 kann aufgrund der zahlreichen Abweichungen vom Ursprungszustand innerhalb des bisherigen Volumens umgebaut, verändert oder auch durch einen zeitgemässen, ortsbaulich und architektonischen überzeugenden Neubau ersetzt werden.

Fast 100 Teams bewerben sich

Anfang Jahr wurde ein einstufiger Projektwettbewerb öffentlich ausgeschrieben. In der ersten Phase konnten sich Teams im Rahmen einer Präqualifikation bewerben, in der sie ihre Eignung für die Bewältigung der Aufgabe nachweisen mussten.

Insgesamt 98 Teams haben ihre Bewerbung eingereicht, um einen Projektvorschlag auszuarbeiten und einzureichen, teilt nun die Stadt mit. Die Palette der internationalen Bewerber reicht von Antwerpen über Berlin, Florenz und London bis Sevilla; hinzu kommen sieben Büros mit kantonal-lokalem Bezug, rund ein Dutzend Newcomer und der Rest bewährte Büros verschiedenster Grösse aus der Schweiz.

An einer eintägigen Sitzung hat nun die Jury mit Martin Steinmann (Aarau, Juryleitung), Stephanie Bender (Lausanne), Marlis David (Solothurn), Lars Mischkulnig (Biel) und Marco Zünd (Basel) als Fachpreisrichterinnen und -richtern sowie Stadträtin Iris Schelbert, Kurt Schneider (Leiter Direktion Bau), Markus Dietler (Leiter Direktion Präsidium) und Dorothee Messmer (Direktorin Kunstmuseum) die folgenden 14 Teams (in alphabetischer Reihenfolge) ausgelesen, welche nun bis 17. Juni einen Wettbewerbsbeitrag eingeben können – je zwei Teams aus den Bereichen «Nachwuchs», «kantonal-lokal» und «international» sowie acht weitere Büros aus der Schweiz:

14 Teams für den Projektwettbewerb Kunstmuseum

Architektur+Generalplanung Landschaftsarchitektur
ARGE Harry Gugger Studio Ltd, Basel/RBA Architekten GmbH, Olten Westpol Landschaftsarchitektur, Basel
ARGE :mlzd, Biel/werk1 architekten und planer ag, Olten grünwerk1 landschaftsarchitekten ag, Olten
ARGE Buchner Bründler Architekten AG, Basel/Proplaning AG, Basel Robin Winogrond Landschaftsarchitekten, Zürich
ARGE pool Architekten, Zürich/ Takt Baumanagement, Zürich Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, Zürich
ARGE Weyell Zipse Architekten, Basel/ Truwant + Rodet +, Basel August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten, Basel
BS+EMI Architektenpartner, Zürich Bernhard Zingler Landscape Projects, Zürich
Caruso St John Architects, London/Zürich ghiggi paesaggi GmbH, Zürich
Christ & Gantenbein, Basel Chaves Biedermann, Frauenfeld
Conen Sigl Architekten GmbH, Zürich EDER Landschaftsarchitekten, Zürich
Diener & Diener Architekten AG, Basel Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich
Edelmann Krell Architekten GmbH, Zürich Johannes von Pechmann, Zürich
Malte Kloes Architekten GmbH, Zürich LAND SCHAFFT GmbH, Sursee
Schmidlin Architekten, Zürich Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG, Zürich
Tony Fretton Architects, London/ Blättler Dafflon Architekten, Zürich Erik Dhont Lanscape, Brüssel

So gehts weiter

Nach Abschluss der Jurierung Ende August werden die zur Beurteilung zugelassenen Projekte im Kunstmuseum öffentlich ausgestellt. Es ist vorgesehen, im Anschluss das Generalplanerteam des empfohlenen Wettbewerbsprojekts mit der Bearbeitung der Bauaufgabe zu beauftragen.

Danach soll dem Gemeindeparlament ein Projektierungskredit für die Erneuerung des Kunstmuseums vorgelegt werden, nach der Projektierung dann voraussichtlich im Jahr 2022 der eigentliche Baukredit. (sko)

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