Die Oltech GmbH feiert Jubiläum. Seit einem Vierteljahrhundert ist die Bildungswerkstätte darum bemüht, Arbeitslose und Menschen mit schwieriger beruflicher Ausgangslage in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren oder zurückzuführen. «Seit 25 Jahren im Dienst der Stellensuchenden.» So bringt die Institution denn auch ihre Aufgabe auf den Punkt. Derzeit arbeitet die Einrichtung an der Aarburgerstrasse 138 in Olten mit gut 170 Teilnehmenden, zwei Drittel sind Migranten aus 32 Nationen, ein Drittel davon wiederum stammt aus dem Asylbereich. Zugewiesen bekommt die Oltech die Teilnehmenden von der Invaliden- und Arbeitslosenversicherung sowie den Sozialregionen.

Betreut werden die 112 Teilnehmer und 59 Teilnehmerinnen, in einer Altersspanne von 18 bis 63 Jahren, von 18 Voll- und 10 Teilzeitangestellten. Allesamt Berufsfachleute mit agogischer Grundausbildung, Psychologen, Sozialarbeiter.

Eine Premiere

«Es ist das erste Mal, dass wir die Türen für ein breites Publikum öffnen», sagt Felix Pfaff, Geschäftsleiter der Oltech. «Aber die Idee war eigentlich schon lange auf der Traktandenliste», so Geschäftsleitungsmitglied Walter Kiener. «Nun, mit dem Geburtstag, lässt sich der Wunsch perfekt umsetzen», nicken die Männer. Beide sind seit mehr als zwei Jahrzehnten dabei. Und beide haben sie miterlebt, wie die Oltech, 1992 unter dem Namen Beschäftigungswerkstätte gestartet und mittlerweile vom Regionalverein Olten-Gösgen-Gäu (mit 39 Gemeinden) und dem Verein Region Thal (mit 9 Gemeinden) getragen, in der Zwischenzeit einen hohen Diversifizierungsgrad erreicht hat.

Die Oltech ist in mehreren Bereichen aktiv: Metall und Montage, Kabelkonfektion, Reinigung, Gastronomie, Bau, Garten- und Landschaftspflege, Recycling und Betreuung. Die der Velostation in den Katakomben des Hauptbahnhofs Olten gehört zu Letzterem. Einiges geschieht auch in Kooperationen. Das jüngste Kind: Vor gut vier Jahren wurde die Zusammenarbeit im Recyclingbereich mit der Altola erweitert, was für Arbeitsplätze im niederschwelligen Bereich sorgte.

Und ein Ende dieser Diversifikationskette ist nicht in Sicht. Aktuell steckt man in den Vorbereitungen eines Projekts, welches zusammen mit Gewerbe Olten lanciert werden soll. «Wir brauchen uns in keinerlei Hinsicht zu verstecken», sagt Pfaff. Die Oltech habe immer wieder verstanden, auf ein verändertes Umfeld zu reagieren. Im Jahr 2008 startete die Einrichtung mit den Bereichen IV-Integrationsmassnahmen, im Jahr darauf lancierte man das Projekt 18-25, ein Förderprogramm für junge Ausgesteuerte der Sozialregionen.

Rund 300 Gäste erwarten die beiden Männer am Samstag. Zusammen mit dem Behördentag tags zuvor dürften es an die 500 werden. «Das wäre ein schöner Erfolg», so Kiener.