Siaxma AG
Oensinger Firma sorgt für eine präzise Kontrolle von Zutritt und Zeit

Das Oensinger Softwarehaus Siaxma AG sorgt seit 30 Jahren bei Klein- und Grossfirmen für gesicherten Zutritt und verlässliche Zeiterfassung. Trotz fehlender Verkaufsabteilung wächst der Umsatz stetig.

Franz Schaible
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Max Keller hat das Softwarehaus im Markt gut positioniert.

Max Keller hat das Softwarehaus im Markt gut positioniert.

Hansjörg Sahli

Geschichte der Siaxma AG

Den Grundstein für die heutige Siaxma AG legte die Spielautomatenbetreiberin Tivolino 1982 in Zürich mit der Gründung der Sitec Sicherheitssysteme AG. Max Keller, seit 1990 als Geschäftsführer mit dabei, übernahm 1997 zusammen mit zwei Partnern das Softwarehaus in einem Management-Buy-out Gleichzeitig erfolgte der Umzug von Zürich nach Oensingen. 2005 zog das Unternehmen an den heutigen Standort, nahe beim Bahnhof. Der ehemalige Kleinbetrieb hat sich stetig entwickelt. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg von damals 7 auf heute 23. Auf Anfang 2009 wurde das Unternehmen in Siaxma AG umbenannt. Siaxma ist die geschützte Marke für die im Hause entwickelte Software. Die Zusammenführung von Firma und Produkt unter dem neuen Namen soll den Auftritt des Unternehmens prägnanter machen. Der 58-jährige Unternehmer Max Keller, er besitzt heute die Aktienmehrheit, macht sich Gedanken über eine Nachfolgeregelung. Erste Gespräche innerhalb der Firma seien am Laufen. «Unser Ziel bleibt aber, dass die Unternehmung weiterhin unabhängig am Markt operieren wird.» (FS)

Mit an Bord war Max Keller, Chef und Inhaber der heutigen Siaxma AG. 1997 hat er zusammen mit zwei Partnern die Firma übernommen und später in Siaxma umfirmiert (siehe Kasten). «Wir begannen mit der Entwicklung eigener Software. Unter anderem installierten wir den schweizweit ersten Twin-Safe mit integriertem Geldzählautomaten in einem Swiss Casino – und nicht etwa in einer Bank», sagt der 58-jährige Unternehmer lachend.

Baustein-Prinzip

Heute ist die Unternehmung in den Bereichen Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und Ausweise zur Identifikation tätig. «Wir sind ein Softwarehaus. Das Herzstück der Firma ist die eigene Software-Entwicklung», erklärt Keller. Das angewandte Baustein-Prinzip erlaube es, die verschiedenen Kundenbedürfnisse einzeln oder in Kombination abzudecken. So müsse der Kunde nicht ein Gesamtpaket erwerben, sondern nur jene Module, die er tatsächlich benötige. «Die Entwicklung der Software erfolgt projektspezifisch. Wir liefern dem Kunden einen Massanzug.» Dazu gehöre auch, dass man nur Hardware zukaufe und beim Einsatzort installiere, welche die Kunden nicht abhängig von einem bestimmten Produkt mache.

«Wir beliefern alle Branchen und kleinste bis grösste Betriebe»

So unterschiedlich präsentieren sich auch die Abnehmer der Siaxma-Software. «Wir beliefern alle Branchen und kleinste bis grösste Betriebe», erläutert Keller das Geschäftsprinzip. Dazu gehörten Handwerkerbetriebe, die mit einem elektronisch erfassten Arbeitsrapport-System arbeiten oder Grossabnehmer wie die Schweizer Luftwaffe mit einer Zutrittskontrolle oder das Flugsicherungsunternehmen Skyguide in Dübendorf. Dort hat Siaxma eine kombinierte Zutritts- und Zeiterfassungsanlage installiert. Das hochkomplexe System erlaube eine präzise Steuerung, welche berechtigten Personen zu welchen Räumen Zutritt hätten. Die Verwendung der elektronischen Schlüssel sei jederzeit rückverfolgbar. Jeder Überwachungsbildschirm ist mit einem Steckplatz für den elektronischen Ausweis (Badge) ausgerüstet. So könne sich der jeweils diensthabende Fluglotse nicht unregistriert entfernen. «Nicht mal der Gang zum Kaffeeautomaten oder auf das WC ist möglich, ohne den Badge zu entfernen», sagt Max Keller. Weitere Grosskunden sind Industriefirmen wie Sulzer oder kantonale Verwaltungen oder Gemeinden bis hin zu Versicherern und Banken. Einen Grossauftrag hat sich Siaxma erst kürzlich geangelt. Für ein neues Forschungszentrum der ETH Zürich entwickeln die Oensinger ein Zutrittskontrollsystem mit zig Spezialitäten. Dagegen nicht aktiv ist die Firma im Privatkundengeschäft. «Wir installieren keine Einbruchsicherungsanlagen für Wohnliegenschaften.»

Auftragslage «sehr gut»

Die Konkurrenz in der Softwarebranche ist gross. Ein Hauptgrund, warum sich die Siaxma AG neben grossen Anbietern wie Siemens, Kaba oder Securiton behaupten kann, sei eben gerade die Grösse der Firma. «Im Gegensatz zu den Grossen können wir als kleineres Unternehmen sehr rasch und flexibel auf individuelle Kundenwünsche reagieren», verrät Keller das Geheimrezept.

Die Auftragslage bezeichnet er für die in der Schweiz aktive Firma als «sehr gut». Der Umsatz wachse stetig, Zahlen nennt Keller aber nicht. Es sei bisher gelungen, jedes Jahr neue Kunden zu akquirieren. «Daneben pflegen wir unsere grosse Stammkundschaft intensiv.» Das ermögliche jeweils wiederkehrende Aufträge. Sprunghafte Umsatzsteigerungen seien kein Firmenziel. «Gerade als Softwareentwickler sind wir stark abhängig von unserem Ruf. Deshalb steht bei uns Qualität vor Quantität.» Damit sei man in der Vergangenheit gut gefahren. So kennt Siaxma keine eigentliche Verkaufsabteilung. «Die Mehrzahl unserer Aufträge basiert auf der Mundpropaganda.»