Aargau/Solothurn

Obwohl Take-Aways weiter erlaubt sind: Subway Mittelland schliesst – «Das bricht einem schon das Herz»

Im Kanton Solothurn und Aargau hat jetzt kein einziger Subway mehr offen. (Archiv)

Im Kanton Solothurn und Aargau hat jetzt kein einziger Subway mehr offen. (Archiv)

Die vier Betriebe von Subway Mittelland in Aarau, Oftringen, Olten und Egerkingen schliessen am Montagabend. Wirtschaftlich rentiert es nicht. Für den Franchisenehmer ist das nicht vereinbar mit den Empfehlungen des Bundes.

«Wir hätten den Betrieb aufrechterhalten können», betont Franchisenehmer Roger Brogli. Ein Verbot sei keines gesprochen worden. Dennoch schliessen die vier Restaurants von Subway Mittelland am Montagabend, 19 Uhr. Der Entscheid fiel am Morgen. «Das bricht einem schon das Herz», sagt Brogli. «Uns liegen die Kunden am Herzen. Wir wollten ihnen ein Stück Alltag erhalten.» Aber man wolle das Ganze auch nicht ausloten.

Nach dem Entscheid des Bundesrats zum Lockdown stand es den Franchisepartnern offen, ob sie den Betrieb am Laufen halten möchten oder nicht. Die Filialen in Aarau, Oftringen, Olten und Egerkingen verkauften weiterhin Sandwiches. Zuletzt als einzige in den Kantonen Aargau und Solothurn.

Und nun schliessen diese vier auch noch. Als Grund für die Schliessung nennt Brogli «eine Mischung von allem». «Bleiben Sie zuhause», laute eine empfohlene Massnahme des Bundesamts für Gesundheit. «Das beisst sich mittlerweile mit unserem Angebot.» 

Einnahmen eingebrochen

Subway wäre also nur noch für Leute, die sich für die Arbeit aus dem Haus begeben müssen, eine Anlaufstelle. Und das lohnt sich nicht. «Wir machten in den letzten Tagen knapp einen Viertel der sonstigen Einnahmen», so Brogli. An allen vier Standorten sei die Anzahl der verkauften Sandwiches von Tag zu Tag zurückgegangen. «Wir arbeiten mit frischen Lebensmitteln und backen unser Brot selber. Das lohnt sich nicht mehr.» Auch ein Hauslieferdienst sei abgeklärt worden. «Das rentiert nicht und kommt für uns nicht infrage», meint Brogli. 

Neben dem wirtschaftlichen Aspekt zählt für ihn auch der Schutz seiner Mitarbeiter. Es gab Gespräche mit denjenigen, die sich nicht wohlfühlten, an der Front zu arbeiten. Zwei Mitarbeiter im Team von 36 Personen in den vier Restaurants blieben schlussendlich zuhause. In einem Fall, weil keine Kinderbetreuung organisiert werden konnte.

Normalerweise sind über den Mittag zwischen vier und fünf Personen am Sandwich-Kreieren. In den letzten Tagen waren es noch eine bis maximal zwei Mitarbeiter. 

Subway Mittelland hat Kurzarbeit beantragt. Der Bescheid steht noch aus. 

Jubiläum steht an

Im Mai würde Subway Olten sein 10-jähriges Jubiläum feiern. Aktionen wären geplant. Ob gefeiert werden kann, ist noch unklar. Brogli will die Orientierungen des Bundes abwarten und die Situation von Tag zu Tag anschauen. Je nachdem würden die Vorschriften für Restaurants, die momentan bis zum 19.April gelten, ja dann gelockert. Der Franchise-Unternehmer gibt aber zu bedenken: «Das Verrückte an der Geschichte ist, dass wir nicht wissen, wann es vorbei ist.» (ldu)

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