Nur wenige Eingaben
Olten: Allgemeiner Bauboom verhindert breitere Offertöffnung

Arbeiten zur Attraktivierung Ländiweg in Olten vergeben: Gerade mal zwei Firmen reichten für die Baumeisterarbeiten Bewerbungen ein.

Urs Huber
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Der Ländiweg (rechts) wird ab März/April umgestaltet.

Der Ländiweg (rechts) wird ab März/April umgestaltet.

Bruno Kissling / Oltner Tagblatt

Dass sich die Baubranche händereibend auf die Ausschreibung zu den Attraktivierungsarbeiten Ländiweg in Olten stürzt, hätte womöglich angenommen werden können. Aber: Irrtum. Deutlich weniger Eingaben als erwartet sind auf die Ausschreibungen bei der städtischen Baudirektion eingegangen. Dabei waren Arbeiten markanter Volumen in den Bereichen Baumeister- und allgemeine Metallbauarbeiten sowie der Beschaffung und Montage von Stahlbetonelementen ausgeschrieben. Insgesamt gingen sieben Offerten bei der Baudirektion ein. Für total knapp 3,4 Mio. Franken wurden Gebote eingereicht.

Im Budget also, könnte man sagen. Im September hatte das Oltner Gemeindeparlament einen Projektkredit über 3,88 Mio. Franken gesprochen. «Die Offerten sind geprüft und entsprechen den Vorgaben», so Oltens Stadtbaumeister Kurt Schneider.

In der günstigen Jahreszeit ausgeschrieben

Die Arbeiten waren in der eher günstigen Herbstzeit ausgeschrieben worden. «Günstig darum, weil in dieser Zeit die Firmen ihr Auftragsprogramm fürs kommende Jahr zusammenstellen», führt Schneider aus. Aber natürlich wüssten dies andere Bauherren ebenfalls. «Die eher mässige Beteiligung am Ausschreibungsverfahren ist deshalb sicher auf die grundsätzlich gute Auftragslage im Bauwesen zurückzuführen.» Zwar beschafften sich einige weitere Firmen die Unterlagen, beteiligten sich aber nicht am Eingabeverfahren.

«Vor allem im Bereich der Baumeisterarbeiten haben wir doch mehr als die letztlich zwei eingegangenen Bewerbungen erwartet»,
Kurt Schneider

Kurt Schneider

Bruno Kissling

hält Schneider fest. Allerdings hätten Nachfragen bei ortsansässigen Firmen gezeigt, dass für die vorgesehene Bauzeit ab März/April bereits Terminüberlastungen bestehen. «Die Arbeiten fallen mitten in der Stadt an, sind relativ komplex, das Baufeld links und rechts eng begrenzt und auf unterschiedlichen Höhenniveaus auszuführen. Das setzt natürlich auch einen bestimmten Maschinenpark voraus», so Schneider. Die Baustelle Ländiweg sei sicherlich eher eine anspruchsvolle.

Stichwort anspruchsvoll: Lediglich eine Firma reichte zu den Stahlbetonarbeiten eine Offerte ein, nachdem sich mehrere Unternehmen die Eingabeunterlagen besorgt hatten. Auf Nachfrage begründeten diese ihre Absenz mit der Komplexität des Vorhabens und einer guten Auftragslage. «Grundsätzlich kamen für die Arbeiten schweizweit mehrere Firmen infrage», sagt der städtische Baumeister.

Arbeiten sind vergeben

Der Stadtrat von Olten hat noch im Dezember die Arbeitsvergabe vorgenommen: Die Baumeisterarbeiten werden der Arbeitsgemeinschaft STAMA (STA AG, Olten und Marti AG Solothurn) zum Betrag von gut 2,4 Mio. Franken übertragen. Die allgemeinen Metallbauarbeiten setzt die in Aarburg ansässige Jordi, Schlosserei-Metallbauten AG für knapp 250'000 Franken um, während der Bereich Stahlbeton zum Betrag von knapp 700'000 Franken an die in Veltheim (AG) ansässige Firma Element AG vergeben wird.

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