Diesmal stand der Geschäftsbericht der Städtischen Betriebe Olten (sbo) im Gemeindeparlament nicht so stark im Schussfeld wie in den vergangenen Jahren auch schon. Alle Fraktionen freuten sich über den positiven Geschäftsabschluss mit einem Gewinn von 2,9 Millionen Franken. Rund 3,5 Millionen flossen an Bar- und Sachleistungen inklusive Steuern an die Stadt Olten zurück. Zudem anerkannten die Parlamentarier, dass diesmal die Vorjahreszahlen im Geschäftsbericht vorhanden waren – im Gegensatz etwa zum Vorjahr, wo dies nicht der Fall gewesen war. Alle Anträge des Stadtrats wurden einstimmig angenommen. Mit einer Ausnahme: Der Geschäftsbericht fand Gegenstimmen.

In den Augen der Kritiker gibt es nämlich bei diesem noch immer Verbesserungspotenzial. FDP-Fraktionschef Urs Knapp bemängelte die Rechnungslegung. Für ihn wäre der Standard nach Swiss Gaap Fer transparenter als wie bisher nach Obligationenrecht. Mit letztem sind weiterhin stille Reserven möglich, ohne diese klar in der Rechnung ausweisen zu müssen. Felix Wettstein von den Grünen hielt seinerseits fest, dass es weiterhin keinen Vergleich zwischen Budget- und Rechnungszahlen gäbe. Arnold Uebelhart von der SP regte an, mögliche Verbesserungen in einem Vorstoss anzuregen. Finanzdirektor Benvenuto Savoldelli erklärte, dass eine andere Rechnungslegung geprüft, aber aufgrund des Mehraufwands und des fehlendes Mehrwerts schliesslich verworfen wurde. (fmu)