Hugo Saner zeichnete in seiner Laudatio den beruflichen und wissenschaftlichen Weg der jungen Ärztin nach: Nisha Arenja wurde 1982 in Kandahar/Afghanistan geboren und wanderte im Alter von 8 Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland aus

Dort besuchte sie das Gymnasium und schloss ihr Medizinstudium mit dem Doktorat an der Universität Aachen ab. Anschliessend arbeitete Sie am Kantonsspital Olten und am Universitätsspital Basel, wo sie auch ihre Ausbildung zur Herzspezialistin absolvierte.

Nisha Arenja ist Autorin von über 30 wissenschaftlichen Arbeiten, die in international anerkannten Fachzeitschriften publiziert wurden. Zahlreiche Arbeiten beschäftigen sich insbesondere mit der Herzmuskelschwäche.

Das Projekt der Preisträgerin hat zum Ziel, mittels Stärkung von Kraft und Ausdauer bei Patienten mit Herzmuskelschwäche zur Erhaltung der Selbstständigkeit und damit einer möglichst guten Lebensqualität beizutragen.

Da diese Patienten für ein wirksames körperliches Training oft zu schwach sind, wird zur Stärkung der Muskulatur elektrische Muskelstimulation eingesetzt. Dabei wird auf die Erfahrungen dieser Methode in der Weltraum-Medizin in Russland zurückgegriffen. (mgt)