Olten

«Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise ...»

© HR. Aeschbacher

Nach fünfjähriger Bauzeit wird am 24. April die Entlastung Region Olten eröffnet. Das rund 318 Mio. Franken schwere Projekt hat Spuren hinterlassen. Die Spuren zeigt eine zwölfteilige Bilderreihe in der «Schweiz am Sonntag», Ausgabe Oltner Tagblatt.

Wie sang doch der deutsche Volksschauspieler Hans Albers einst: «Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise …» Natürlich drängen Reisen üblicherweise vorwärts. Diese Bilderreise hier aber führt auch zurück und zeigt Anblicke, die vertraut waren und die mit dem Spatenstich zur Entlastung Region Olten (ERO) im Juli 2008 nach und nach verblassten. Wer weiss noch, wie es vor vier, fünf Jahren aussah? Wie schnell Mann und Frau doch vergessen.

Hinter den bildunterschieden stecken Zahlen; ebenso nüchterne wie imposante. Eine Frage der Interpretation eben. Zwölf Kunstbauten (Brücken, Stege, Grundwasserwanne, Überführungen, Unterführungen, Tunnel, Tunneleinschnitte, Anschlussrampen usw.) wurden bislang für die Entlastungsstrasse erstellt. Was weit prosaischer tönt als «Kunstbauten», aber nicht minder spür- und sichtbar wird: In den letzten knapp fünf Jahren wurden rund 40 000 m3 Beton ein- und 36 000 Tonnen Strassenbelag aufgebracht. In Olten und Wangen verschwanden Gebäude: drei Liegenschaften im Hinteren Steinacker, eines am Rötzmattweg sowie die Gebäude der Firmen Riggenbach und von Arx. Vier Totalabbrüche schlagen in Wangen zu Buch. Huser Zahntechnik, Emag AG, Imol AG und Feldschlösschen. Das passierte alles in scheinbarer Stille und selbstverständlicher Unaufgeregtheit. Selbst vife Zeitgenossen wollen das Verschwinden des einstigen Bierdepots noch nicht mal bemerkt haben!

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