Wangen bei Olten

Neues Dorfzentrum auf der Wunschliste: Danzmatt soll Treffpunkt für Jung und Alt werden

Die Danzmatt könnte in Zukunft eine Zentrumsfunktion für Wangen übernehmen; dies jedenfalls wird im räumlichen Leitbild in Erwägung gezogen.

Die Danzmatt könnte in Zukunft eine Zentrumsfunktion für Wangen übernehmen; dies jedenfalls wird im räumlichen Leitbild in Erwägung gezogen.

Im Rahmen der Arbeiten zum räumlichen Leitbild von Wangen bei Olten ist die Danzmatt ein Kristallisationspunkt.

Wangen bei Olten plant für die nächsten 20 Jahre die Überarbeitung des Ortsplanes. An einer Zukunftskonferenz im März 2018 konnten sich die Einwohner der Gemeinde aktiv an der Entstehung des räumlichen Leitbildes beteiligen und Vorschläge einreichen. Rund 70 Personen hatten teilgenommen. Die Ergebnisse wurden der Bevölkerung Ende September vorgestellt.
Was waren die Anliegen der Einwohner? Als besonders wichtig empfanden Wangnerinnen und Wangner die Schaffung von Treffpunkten wie etwa ein Dorfzentrum auf der Danzmatt sowie die Unterstützung von generationenübergreifend wirkenden Vereinen und kulturellen Anlässen. Auch das Gewerbe hatte im Vorfeld die Gelegenheit, am «Netzwerk Zukunft Gewerbe» zu arbeiten. Deren Ergebnisse flossen ins Gesamtbild ein.

Wachstum der Gemeinde

Wangen bei Olten zählt rund 5100 Einwohner (Stand 2017); das entspricht über ein halbes Jahrhundert betrachtet einer Zunahme von 1135 Personen. In den 1970er-Jahren erlebte die Gemeinde einen Bevölkerungsrückgang, der jedoch in den späten 1980er-Jahren wieder egalisiert wurde. Seitdem hat Wachstum wieder eingesetzt. Für das Jahr 2040 wird mit einer Bevölkerungszunahme auf rund 6400 Personen gerechnet.

Im Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbereich möchte die Gemeinde stärker werden. Unternehmen sollen sich vermehrt in Wangen niederlassen. Grosse Fragen bleiben noch im Dienstleistungsbereich. Gerade dieser wird von der Bevölkerung als mangelhaft beurteilt. So fehle es an einem Dorfzentrum und vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, aber auch an Restaurants. Im Gesundheitsbereich jedoch steht die Gemeinde aber sehr gut da. So gibt es eine Hausarzt-, eine Zahnarzt- und eine Kinderarztpraxis. Dazu kommen noch Physiotherapiepraxen sowie die Spitex Untergäu und zwei Alters- und Pflegeheime.

Ein Punkt wurde an der Zukunftskonferenz mehrfach thematisiert: das Dorfzentrum. Dieses soll im Gebiet Danzmatt unterhalb der SBB-Linie entstehen. Man denkt über die Ansiedlung von Hotellerie- und Gastrobetrieben plus weiterer Dienstleistungsbetriebe wie Cafés nach. Dafür müssten die Unterführung des Bahnhofs sowie die Bushaltestelle neu gestaltet werden. Die Bushaltestelle soll an die Entlastungsstrasse verlegt werden. Als bisheriges «Zentrum» wurde das Gebiet entlang der Dorfstrasse angesehen, gilt aber als unattraktiv. Nun soll mit dem Danzmatt-Areal das Dorfzentrum erweitert werden. Zusätzlich stört der Durchgangsverkehr die Zentrumsatmosphäre erheblich. Deshalb möchte die Gemeinde den Verkehr dort reduzieren.

Problematisch im Bereich Langsamverkehr sind fehlende Fussgängerstreifen, Trottoirs sowie nur schmale und enge Strassen im Wohngebiet. Auch Radfahrer haben nur begrenzt eine eigene Spur und wenn, dann nur auf der Kantonsstrasse. Schulwege bedürfen einer besseren Sicherung. In Erwägung gezogen werden könnte auch eine Langsamverkehrsverbindung zwischen Klein- und Grosswangen.

Wenig Naturgefahren

Hinsichtlich der Naturgefahren erweisen sich der Dorfbach und die Dünnern als Fliessgewässer mit Gefahrenpotenzial, wobei der Dorfbach nur am eingedolten Bachabschnitt im Gebiet Loch über die Ufer treten kann. Hingegen bei der Dünnern könnte die Situation weitaus ernster sein im Notfall das Ufer abtragen.

Lärmquellen ausgemacht

Gemäss der Lärmdatenbank des Bundesamtes für Umwelt wird bei den Siedlungsstrassen entlang der Kantonsstrasse sowie an der Mittelgäu- und Gheidstrasse tagsüber wie nachts am meisten Lärm erwartet. Daneben verursachen die Eisenbahnlinien in der Nacht ebenfalls Lärm. Als ungeeignete Standorte für Wohnbebauungen gelten solche mit Gasleitungen, Bahnlinien oder etwa die Esso-Gasdepots. Dort kann es zu Störfällen kommen. In Wangen gibt es dagegen rund 16 Stellen, an denen die Umweltbelastung besonders hoch sein kann. Dazu gehören Betriebsstandorte, Ablagerungsstandorte und Schiessanlagen. Bauprojekte in diesen Zonen müssen durch das Altlastenrecht beurteilt werden. Böden, die stark belastet sind, dürfen aus diesem Grund nicht willkürlich einfach umverteilt werden.

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