Der geplante Sälipark 2020 in Olten wurde von der Solothurner Regierung in den Richtplan aufgenommen, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Dort wird er unter der Kategorie «Einkaufszentrum mit grossem Publikumsverkehr» geführt. «Die Regierung erachtet den Standort mitten im Quartier als geeignet an und will keine Einkaufszentren auf der grünen Wiese», sagt Brigitte Schelble vom kantonalen Raumplanungsamt.

«Das ist ein positives Signal», sagt Adrian Balz, Leiter der städtischen Baudirektion auf Anfrage. Damit ist die Grundlage für den Gestaltungsplan gelegt, der zeitgleich mit dem kantonalen Richtplan öffentlich aufgelegen war. Wann dieses Verfahren hingegen zum Abschluss kommt, kann Balz noch nicht sagen. «Es laufen Einspracheverhandlungen.» Gegen den Gestaltungsplan gingen damals rund 40 Einsprachen ein.

Zugleich mit dem Beschluss zum Richtplan hat die Regierung auch Handlungsanweisungen zum Verkehr für die nachfolgenden Planungsschritte festgelegt. Dies, weil in der öffentlichen Auflage beim kantonalen Bau- und Justizdepartement 26 Einwendungen grösstenteils von Privatpersonen eingegangen sind, die sich zum Verkehr äusserten und als Anregungen dienten. Einsprachen von den Gemeinden und Regionalplanungsorganisationen, die als einzige dazu berechtigt wären, sind laut Raumplanungsamt indes keine eingegangen.

Anweisungen zum Verkehr

In den Anweisungen hat der Regierungsrat nun etwa festgehalten, dass der Sälipark 2020 nach dem noch nicht definitiv verabschiedeten Mobilitätsplan umgesetzt werden soll, dessen Pilotprojekt der Sälipark ist: Die Anbindung an den öV muss gewährleistet sein oder Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs getroffen werden. Nicht festgehalten wird im Richtplan allerdings, ob die Zufahrt rückseitig nur über die Sälistrasse erfolgen soll, wie dies Anwohner forderten und der Oltner Stadtrat abgelehnt hat. Auch die offene Frage, ob der Wochenmarkt weiterhin auf der Bifangstrasse stattfinden kann, wie dies von einem Komitee in einer Petition gefordert wurde, ist nicht Gegenstand des Richtplans. «Hier muss sich die Stadt Olten dazu äussern», sagt Raumplanerin Brigitte Schelble.

Der Ausbau des Säliparks soll 100 Millionen kosten und 2020 eröffnet werden. Neben weiteren Verkaufs- und Büroflächen sind neu auch 75 Wohnungen vorgesehen, wo zudem eine Seniorenresidenz untergebracht ist. Das heutige Migros Freizeitland wird durch einen Neubau ersetzt, der den bestehenden Sälipark ober- wie unterirdisch ergänzt. Die Verkaufsfläche wird vergrössert und künftig für 40 statt der bisher 28 Läden Platz bieten. Bauherrin ist die Firma Giroud Olma mit Inhaber Thomas Jung an der Spitze.