Gunzgen

Neuer Belag und mehr Verkehrssicherheit auf der Mittelgäustrasse

Die Mittelgäustrasse in Gunzgen wird saniert. Auch die Bushaltebuchten werden behindertengerecht ausgebaut.

Die Mittelgäustrasse in Gunzgen wird saniert. Auch die Bushaltebuchten werden behindertengerecht ausgebaut.

Die Sanierung der Mittelgäustrasse in Gunzgen soll rund zwei Jahre dauern und im April kommenden Jahres beginnen. An einer Informationsveranstaltung wurde über das Projekt orientiert.

Worum geht es konkret bei der Sanierung? – Wie Kreisleiter Daniel Zimmermann (stellvertretender Abteilungsleiter Strassenbau) und Projektleiter Jürg Stuber (beide AVT) sowie Rafael Vogt vom Planungsbüro BSB + Partner (Oensingen) am Dienstagabend an einer rund anderthalbstündigen Informationsveranstaltung in der Rüeblihalle erläuterten, seien Belag und Trottoir-Randabschlüsse teilweise in schlechtem Zustand. Daher soll diese Verkehrsachse zwischen der Markstrasse und dem Dorfeingang Ost (Lilienweg) auf rund 1,3 Kilometern in sieben Etappen à rund 200 Metern instandgesetzt und teilweise umgestaltet werden; dies insbesondere im Hinblick auf eine Lärmreduktion.

Die Verkehrssicherheit verbessern

Gleichzeitig soll die Verkehrssicherheit, speziell für den Langsamverkehr verbessert werden. Mit Einfahrtstoren auf beiden Seiten des Dorfes, welche die Geschwindigkeit regulieren, sowie mit Fussgängerschutzinseln bei allen Fussgängerstreifen soll die Verkehrssicherheit erhöht werden. Zwischen den Einfahrtstoren wird der Veloverkehr im Mischsystem geführt, ansonsten lassen die Platzverhältnisse jeweils Radstreifen oder gemeinsame Rad- und Gehwege zu. Alle vier bestehenden Bushalte-Buchten werden behindertengerecht ausgebaut.

Die Strassenentwässerung schliesslich wird weitgehend beibehalten. Ein zusätzliches kleines Einzugsgebiet wird in den Mittelgäubach eingeleitet. Die restliche Strassenfläche wird wie bestehend in die Mischwasserkanalisation entsorgt. Nicht mehr funktionierende Strassenentwässerungsleitungen werden ersetzt. – Das Projekt des AVT soll rund 3,7 Mio. Franken kosten; eine Kostenbeteiligung seitens der Gemeinde Gunzgen ist nicht vorgesehen.

Parallel zu diesem Projekt werden auch Teile der bestehenden Werkleitungen ersetzt. Insbesondere betrifft dies die Wasserversorgung (Ersatz von Teilstücken der Wasserleitung durch die Bürgergemeinde), die Ergänzung der Beleuchtung (Elektra Untergäu / Einwohnergemeinde), die Ergänzung der Gasleitung durch die Städtischen Betriebe Olten sowie einzelne Leitungen im Verantwortungsbereich von TV-Unternehmen und der Swisscom.

Der Teufel steckt im Detail: Das gibt zu reden

Gut 50 Personen waren zu diesem Anlass erschienen, der unter den Bedingungen der Covid-Auflagen durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) durchgeführt wurde. «Es ist ein zweckmässiges Sanierungsprojekt, das auch der Erhöhung der Verkehrssicherheit dient», fasste Zimmermann zusammen. Gunzgerinnen und Gunzger waren aber teils anderer Meinung: Zu reden gaben hauptsächlich die Positionierung der Eingangstore sowie die Verschiebung einiger Fussgängerstreifen (Gefährdung der Schulkinder), was offensichtlich auch dem Willen des Gemeinderates zuwiderlief, wie Gemeindepräsident Hansruedi Krähenbühl betonte.

Auch die Mittelinseln bei den Fussgängerstreifen stiessen teilweise auf wenig Gegenliebe, weil sie die Sicherheit der Velofahrer in diesem Bereich gefährdeten, wie einige Votanten meinten. Und schliesslich passte das vorgesehene Verkehrsregime während der Bauphase nicht allen. So wurde gefordert, keine Ampeln zur Verkehrsregelung aufzustellen, sondern einen Einbahnverkehr durch das Dorf mit Umleitung der anderen Fahrbahn über Härkingen und die Gunzger Allmend nach Gunzgen ins Auge zu fassen, wobei der Bus durch den Gegenverkehr geführt werden soll. Diese Variante werde durch das AVT noch geprüft, versprach Stuber.

Zweijähriger Bauzeit entgegenblicken

Die öffentliche Planauflage ist im Gang; sämtliche Pläne liegen auf der Gemeinde noch bis Freitag, 25. September auf und können zu den ordentlichen Öffnungszeiten eingesehen werden. Nach Bereinigung der Ansprachen sowie nach erfolgter Submission und Arbeitsvergaben sollen die Arbeiten im April 2021 in Angriff genommen werden und bis März 2023 dauern. Die Applizierung des Deckbelages mit Einbezug eines Verkehrsdienstes ist dann für Sommer 2023 vorgesehen.

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