Dreieinhalb Jahre hat der Bau des Campus-Gebäudes in Anspruch genommen. Heute Freitag wurde der Vorzeigebau - es ist das erste Minergie-P-ECO Gebäude des Kantons Solothurn - feierlich eröffnet.

Der zentral gelegene Neubau bietet den Studierenden ab dem Herbstsemester modernste Infrastruktur und ist mit seiner öffentlichen Bibliothek, dem ebenfalls öffentlichen Gastrobereich und dem attraktiven Vorplatz Begegnungsort, Dreh- und Angelpunkt des studentischen Lebens.

Gegen über 40 Projekte durchgesetzt

Die Entstehungsgeschichte des Neubaus hat bereits 2001 mit einem Projektwettbewerb begonnen. Damals setzte sich die «Denkfabrik» von Bauart Architekten und Planer AG, Bern, gegen insgesamt 44 eingereichte Wettbewerbsprojekte durch. «Das heute eingeweihte Bauwerk hat wieder einmal bewiesen, wie wichtig der offene Projektwettbewerb als Basis für eine erfolgreiche Realisierung von Bauvorhaben ist», meinte Regierungsrat und Baudirektor Walter Straumann. Nur mit dem Vergleich unterschiedlichster Lösungen habe man die Gewissheit, dass für die gestellte Aufgabe die beste Lösung gefunden werde.

Diese beste Lösung präsentiert sich wie folgt: hohe Arbeitsplatzqualität mit hoher Behaglichkeit, gesunde Raumluft, gute Tageslichtverhältnisse und geringe Lärmbelastung.

Minergie-P-ECO Gebäude

Das Gebäude entspricht dem neusten Stand der Technik. Es hat eine hochwärmedämmende Gebäudehülle, eine Grundwasser-Wärmepumpe sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Auf dem Dach ist eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nutzfläche von 1'000 m2 installiert. Die Leistung pro Jahr beträgt 72 000 kWh. Die Anlage ist an das öffentliche Stromnetz angebunden, sodass die überschüssige Energie weitergegeben wird. Es kommen überall LED (Lichtemittierende Dioden) zum Einsatz.

Neuer FHNW-Campus in Olten eröffnet

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Die Einsparung von Energie und Unterhaltskosten steht langfristig im positiven ökonomischen Verhältnis zu den höheren Investitionen. «Mit diesem Bau nimmt der Kanton Solothurn seine Vorbildfunktion wahr», so Straumann.

Frau Landammann Esther Gassler übergab die Minergie-Plakette.

«Ein Meilenstein für die Stadt Olten»

Regierungsrat Klaus Fischer, Vorsteher Departement für Bildung und Kultur, hob an der Eröffnung die Bedeutung der FHNW für den Kanton Solothurn hervor. «Der Bildungsbau stellt eine langfristige Bildungsinvestition dar, die weit in die Zukunft weist», so Fischer. Olten profiliere sich zusehends als Bildungsstadt, die dank ihrer idealen Lage für den Bildungsraum Nordwestschweiz an Bedeutung zunehme.

Dem schloss sich Oltens Stadtpräsident Ernst Zingg an. Die Stadt hat die FHNW mit einem Standortbeitrag unterstützt und auch 10 Prozent der Nettoinvestition für das neue Campus-Gebäude beisteuert. Die Einweihung des neuen Gebäudes bedeutet laut Zingg «einen Meilenstein» für die Stadt Olten. «Wir wollen der Bevölkerung vor Ort optimale Ausbildungsmöglichkeiten bieten und Teil der schweizerischen Bildungslandschaft sein.»

Am 21. September gibt es einen Tag der offenen Tür. (ldu)